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Andacht 28.02.2012

28.02.2012 | von Reinhold Paul

designritter | photocase.de

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Da wir nun ... durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang - das ist durch sein Fleisch ... so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Her­zen in voller Gewissheit des Glaubens . gerei­nigt vom bösen Gewissen. Hebräer 10,19.20.22 (Elberfelder Bibel)

Als die Juden 1948 nach über 1800 Jahren wieder einen eigenen Staat Israel ausriefen, kam es zwi­schen ihnen und den Arabern zu einem Krieg. Die 100.000 Juden in Jerusalem befanden sich in einer verzweifelten Lage. Sie waren nahezu am Verhun­gern, denn die Palästinenser hatten ihnen den ein­zigen Versorgungsweg von Tel Aviv, der durch ein enges Tal führte, abgeschnitten. Daraufhin bauten die Juden fast unbemerkt die „Burma Road" - einen neuen, schmalen Weg nach Jerusalem. Als er fertig­gestellt war, wurde er zum Weg der Rettung. Schließ­lich konnten die Israelis den Sieg davontragen.

Auch der Hebräerbrief weiß von einem neuen Weg. Durch die Sünde war der Menschheit der Weg zu Gott, zur Lebensquelle, abgeschnitten. Damit war sie dem ewigen Verderben preisgegeben. Alle menschlichen Bemühungen, die Probleme der Welt aus eigener Kraft zu lösen und einen Ausweg zu fin­den, sind fehlgeschlagen. Auch die fähigsten Köpfe sind über klägliche Versuche, eine bessere Welt zu schaffen, nicht hinausgekommen. Immer wieder türmen sich alte und neue Probleme auf.

Nun lässt uns die Bibel wissen: Gott hat einen neuen Weg der Rettung gebahnt. Er nennt ihn den „lebendigen Weg", weil er in dem auferstandenen Heiland Jesus Christus, der den Tod überwunden hat, Wirklichkeit geworden ist. Jesus konnte sagen: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; nie­mand kommt zum Vater denn durch mich." (Joh 14,6) Dieser Weg wird auch als „Weg durch den Vor­hang" bezeichnet. Im Heiligtum des Alten Bundes war der Zugang durch einen dichten und schweren Vorhang versperrt. Als Jesus am Kreuz verschied, zerriss dieser Vorhang „von oben an" und der Weg zu Gott wurde frei (Mt 27,51).

Doch das Vorhandensein eines Weges ist noch keine Garantie, dass auf ihm viele das Ziel errei­chen. Dazu muss man sich für diesen Weg im Vertrauen entscheiden und ihn gehen. Er ist zwar schmal (Mt 7,14), hat aber Raum genug für alle, die ihn gehen möchten. Der Schreiber des Hebräer­briefes lädt uns auch heute ein, diesen Weg zu be­nutzen und Jesus für uns und all unsere Schuld in Anspruch zu nehmen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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