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Andacht 29.12.2014

29.12.2014 | von Holger Hentschke

zettberlin | photocase.de

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„Nackt bin ich aus dem Leib meiner Mutter gekommen, und nackt werde ich sein, wenn ich sterbe. Der Herr hat mir alles gegeben und der Herr hat es mir wieder weggenommen. Gelobt sei der Name des Herrn!“ Hiob 1,21 (Neues Leben Bibel)

Als der Zug „Pacific Express“ am 29. Dezember 1876 die Stadt Erie in Pennsylvania mit zwei Lokomotiven und elf Anhängern um 18 Uhr verließ, hatte er aufgrund der starken Schneefälle über zwei Stunden Verspätung.

Als der Zug die neuartige Brücke über den Ashtabula River überquerte, nur etwa 100 Meter vom Bahnhof von Ashtabula in Ohio entfernt gelegen, hörten die Passagiere plötzlich ein lautes krachendes Geräusch. Die Brücke brach zusammen; nur die vordere Lokomotive schaffte es aufs sichere Festland. Die zweite Lokomotive stürzte mitsamt den elf Anhängern 20 Meter in die Tiefe. Der Fluss war zwar gefroren, aber weil die Waggons aus Holz waren und die Öfen und Lampen darin mit Kerosin befeuert wurden, gingen viele von ihnen in Flammen auf. Wer den Sturz überlebte, der verbrannte; wer das Feuer überlebte, der ertrank möglicherweise, denn die Hitze des Feuers ließ das Eis des Flusses schmelzen, und einige Waggons gingen unter.

Unter den 92 Toten (von 159 Passagieren) waren auch Philipp Paul Bliss und seine Ehefrau Lucy. Bliss war einer der bekanntesten US-amerikanischen Komponisten von Erweckungsliedern. Unter anderem dichtete er das Lied „Almost persuaded“ (dt.: „Völlig entschlossen, dir zu vertrauen“, Wir loben Gott, Nr. 210) und vertonte das bekannte Lied „When Peace Like a River …“ (dt.: „Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt“, Wir loben Gott, Nr. 244).

Bliss war auf der Reise zu einer Missionsveranstaltung, um die musikalische Begleitung der Evangelisation zu koordinieren und zu leiten. Er war also für einen guten Zweck unterwegs, als er im Alter von nur 38 Jahren tödlich verunglückte!

Bei solchen und ähnlichen Ereignissen sind wir schockiert, fragen nach dem Warum und bekommen doch keine Antwort. Und was tun wir, wenn uns ein schweres Schicksal erreicht? Klagen wir Gott an?

Im Andachtstext lesen wir, was Hiob sagte, als unsägliches Leid über seine Familie hereingebrochen war und er alle seine Kinder und seine gesamte Habe verloren hatte. Wohl dem, der mitten im Leid sein Vertrauen zu Gott nicht über Bord wirft, auch wenn er nicht begreifen kann, warum Gott das alles zulässt.                           

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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