thematisches Seitenbild

Andacht 25.07.2016

27.07.2016 | von Reinhold Paul

xiklet | photocase.de

xiklet | photocase.de

Seid dankbar in allen Dingen, denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. 1. Thessalonicher 5,18

„Dankbarkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.“ Dieses geflügelte, grammatisch falsche Sprichwort hört man hin und wieder. Im täglichen Verhalten vieler Menschen trifft es anscheinend ge­nau zu. Wenn man das nötige Geld hat, kann man sich alles, was man braucht, kaufen. Wozu also danken?

Leider wird die Tugend der Dankbarkeit immer seltener. Wir leben in einer Zeit, in der Genuss und Vergnügen sehr gefragt sind. Vor lauter Genießen kommt einem das Danken erst gar nicht in den Sinn. Die meisten Menschen haben den Geber aller „guten Gaben“ (Jak 1,17) vergessen und wissen nicht einmal, bei wem sie sich eigentlich bedanken sollen.

Wir nehmen vieles, was wir haben, als völlig selbst­verständlich hin, als müsste es so sein: das Leben, die Gesundheit, die Nahrung, das saubere Wasser, eine warme Wohnung, Kleidung für alle Anlässe, einen Verdienst oder eine Rente, das Leben in einem Land ohne Krieg. Wir meinen vielleicht, wir hätten auch das Recht, dass alles so bleiben muss.

Erst, wenn uns das eine oder andere fehlt oder wir gar alles verloren haben, erkennen wir den Wert des­sen, was uns entgangen ist. Dann erst geht uns wahr­scheinlich auf, dass wir für das, was wir hatten, nicht dankbar waren. Aber es gibt genug Menschen auf der Erde, denen nicht nur vieles, sondern fast alles fehlt. An diese Menschen denken wir selten.

Paulus forderte die Christen auf, „in allen Dingen dankbar“ zu sein. Geht das überhaupt? Tatsächlich ist es nicht leicht. Es ist wahrlich ein Wunder Gottes in unserem Leben, wenn er uns hilft, in jeder Situation noch etwas Gutes zu sehen oder den Nutzen für unser Leben zu entdecken (siehe Röm 8,28). Dann fällt uns das Danken dafür nicht mehr schwer. Daran zeigt sich wieder, dass das, was Gottes Wille für uns ist, mit seiner Befähigung auch erreicht werden kann.

Ich selbst möchte manches Schwere in meinem Leben nicht noch einmal erleben, aber missen möchte ich es auch nicht, denn es hat mich näher zu Gott gebracht. Wie könnte ich dafür nicht dankbar sein?

Ich danke dir, Gott, für alles, was von dir kommt, für alles, was du zulässt, und für alles, was du zu meinem Besten wendest!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauHOPE ChannelKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe