thematisches Seitenbild

Andacht 27.07.2016

27.07.2016 | von Gerhard Mellert

kallejipp © photocase.com

kallejipp © photocase.com

All eure Sorgen werfet auf ihn [Gott], denn er sorgt für euch. 1. Petrus 5,7

„Guten Morgen, liebe Sorgen, seid ihr auch schon alle da? Habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar.“ Sorgen sind so alt wie die Menschheit. Sie sind uns zwar nicht in die Wiege gelegt worden, aber sie gesellen sich bald zu uns und werden unsere stän­digen Begleiter. Sie verschonen niemanden und be­treffen Arme wie Reiche, Große wie Kleine, Alt und Jung. Auch wenn wir uns gelassen und ruhig geben, packen uns hin und wieder die Sorgen.

Sorgen sind die Termiten des menschlichen Glücks; sie zerstören die Möglichkeit eines erfüllten Lebens. „Wie lange soll ich mich mit Sorgen quälen?“ (Ps 13,3) Da liegen wir nachts wach und sorgen uns. Wir über­denken die kommenden Monate: Werden wir alles schaffen? Wir sorgen uns um unsere Kinder: Was kommt in den nächsten Jahren alles auf sie zu? Oder um unsere Eltern, die alt und gebrechlich geworden sind: Werden sie pflegebedürftig?

Im Ernstfall stehen wir erstaunlich viel durch. Aber gegen die Sorgen vor dem, was kommen könnte und wie wir damit fertigwerden, sind wir machtlos. Dagegen helfen weder rationale Überlegungen noch das beschwichtigende Auf-die-Schulter-Klopfen eines guten Freundes: „Halb so schlimm.“ Das Herz zappelt in Ungewissheit. Sorgfalt ist zwar etwas Positives, aber Sorglosigkeit finden wir negativ, weil sie einer oberflächlichen Lebensart entspringt. Wer sich da­gegen ständig sorgt, gerät leicht in Panik, kann nicht mehr sachlich überlegen.

Sorgen lähmen die Tatkraft und Lebensfreude. In Philipper 4,6 steht: „Sorget nicht!“ Frei von Sorgen - welch ein herrliches Leben wäre das! Jesus sagte: „Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen Tag verlängern? Habt ihr so wenig Vertrauen? Also macht euch keine Sorgen! Fragt nicht: ,Was sollen wir essen?‘ ,Was sollen wir trinken?‘ ,Was sollen wir anziehen?‘ Mit all dem plagen sich Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß, dass ihr all das braucht. Sorgt euch zuerst darum, dass ihr euch seiner Herrschaft unterstellt und tut, was er verlangt, dann wird er euch schon mit all dem anderen versor­gen.“ (Mt 6,27.30b-33 GNB)

„All eure Sorgen werfet auf ihn, denn er sorgt für euch.“ Es gibt einen Ausweg aus dem Sorgen: Die Sor­gen Gott übergeben und sie dann auch loslassen (sonst kann man nicht werfen).

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauHOPE ChannelKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe