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Andacht 24.08.2016

24.08.2016 | von Hans Heinz

AllzweckJack | photocase.de

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Was ist der Mensch? ... Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott. Psalm 8,5a.6a

 Eine der naivsten Meinungen unserer Zeit lautet: Die Menschenrechte - die Grundlage des modernen Rechtsstaates - sind eine Schöpfung areligiöser Men­schen, die sich damit im Zeitalter der Aufklärung (17./18. Jh.) vom dunklen, religiös geprägten Mittel­alter emanzipiert haben. Als die Vertreter der Franzö­sischen Revolution die Menschenrechte formulierten - die Rechte auf Freiheit, Eigentum, Sicherheit und Widerstand gegen Unrechtsregime -, haben sie aber eigentlich nur systematisiert, was verstreut in der Bibel schon vor Jahrtausenden niedergelegt worden war.

Die Vertreter der Revolution und viele ihrer mo­dernen Nachfolger haben sich leider oft gegen die von ihnen formulierten Rechte vergangen. Das Prinzip galt ihnen mehr als der Mensch. Aus diesem Grund definierte man 1795 eine „allerneueste“ Fassung. Sie enthielt nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Die Verfasser, die noch vor kurzem das Christentum abschaffen wollten, orientierten sich nun an der „gol­denen Regel“ aus der Bergpredigt: „Tue nur das, von dem du wünschest, dass es dir auch andere tun.“ (Vgl. Mt 7,12) Die Schlussfolgerung daraus lautete: „Nie­mand ist ein guter Bürger, der nicht zugleich ein guter Sohn, Vater, Bruder, Freund und Gatte ist.“

Während heute die Rechte sehr stark betont wer­den, hat man die Pflichten fast vergessen. Wir sollten uns als Christen erinnern, dass sich beide - sowohl Rechte als auch Pflichten - in der Bibel finden und schon Jahrtausende vor der Französischen Revolution niedergelegt wurden. Noch mehr aber sollte uns be­wusst sein, dass sie dort nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt wurden.

Für Jesus war und ist der Mensch nach obigem Psalmtext das gottnahe Geschöpf. Dieses Verständnis verkündigte er. Er verstand das Gesetz Gottes nicht als Last, sondern als Hilfe für die Menschen. So er­barmte er sich der Unkundigen, die nichts vom Gesetz wussten, lehrte und heilte sie (Mt 4,23). Sein Blick aber ging über Israel hinaus. Von einem verachteten Samariter bezeugte er, dass dieser die Ethik des Rei­ches Gottes besser begriffen hatte als der jüdische Klerus, der das Gesetz über den Menschen stellte.

Das Fordern und Einklagen von Menschenrechten ist in unserer Welt sicher oft notwendig. Noch not­wendiger aber ist für Gottentfremdete der Endzeit die Menschenliebe Christi!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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