thematisches Seitenbild

Andacht 25.08.2016

26.08.2016 | von Reinhold Paul

nild | photocase.de

nild | photocase.de

Haltet fest an der Demut; denn Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1. Petrus 5,5

Das Wort „Demut“ ist in unseren Tagen weitgehend aus dem Sprachgebrauch verschwunden, denn die meisten wissen nicht mehr, was echte Demut ist. Sie sehen darin eine passive Unterwürfigkeit, Schwäche, Feigheit, Verzicht auf seine Rechte, Mangel an Durch­setzungsvermögen, Duckmäusertum usw. Kein Wun­der, dass Demut dadurch in Verruf geraten ist und kaum einer damit etwas zu tun haben möchte.

Wahre Demut aber ist weit von den genannten Begriffen entfernt. Im Wort Demut finden wir das Wort „Mut“. Mut aber ist aktiv. Demut kann man als „Mut zum Dienen“ verstehen; sie ist eine bescheidene, dienende Gesinnung. Doch dienen möchte heute kaum jemand; vielmehr möchten die meisten Men­schen möglichst viel verdienen. Jesus sah es ganz an­ders. Er sagte: „Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.“ Sanftmut und Demut sind quasi Zwillings­schwestern. Und er ruft uns alle zu sich, damit wir von ihm auch Sanftmut und Demut lernen. Dann „werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen“ (Mt 11,28-29).

Niemand war so demütig wie Jesus; denn er verließ seine Herrlichkeit im Himmel, nahm als Mensch „Knechtsgestalt“ an und erniedrigte sich bis zum schändlichen Verbrechertod am Kreuz (Phil 2,6-8). Dazu gehört unvergleichlicher Mut. Damit bietet er uns die Möglichkeit, vom ewigen Tod zum ewigen Leben gerettet zu werden.

Jesus zeigte uns auch menschliche Beispiele von Hochmut und Demut. Ein Pharisäer und ein Zoll­einnehmer gingen in den Tempel, um zu beten. Der Pharisäer stellte sich über die anderen Leute und zähl­te seine guten Werke auf. Der Zolleinnehmer aber wagte nicht einmal zum Himmel aufzusehen, sondern betete nur den kurzen Satz: „Gott, sei mir Sünder gnä­dig!“ (Lk 18,13) Dazu sagte Jesus: „Ihr könnt sicher sein, dieser Mann ging von seiner Schuld befreit nach Hause, nicht aber der Pharisäer. Denn der Stolze wird gedemütigt, und der Demütige wird erhöht werden.“ (V. 14 Hfa)

Lasst uns mit Philipp Hiller beten: „Herr, lass mich demütig werden! Demut macht das Herze rein. Es soll Demut in Gebärden, Demut soll im Herzen sein, Demut gegen meine Freunde, Demut gegen meine Feinde, Demut gegen meinen Gott, Demut auch in Kreuz und Spott.“ (Zions-Lieder Nr. 237,4)

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauHOPE ChannelKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe