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Andacht 29.08.2016

29.08.2016 | von Günter Schlicke

ig3l | photocase.de

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Doch den Tag und die Stunde, wann das Ende [der Welt] da ist, kennt niemand ... Darum seid jeder­zeit bereit, denn der Menschensohn wird zu einer Stunde kommen, wenn ihr es nicht erwartet. Matthäus 24,36a.44 (Gute Nachricht Bibel)

Am 19. November 2013 schrillte in aller Frühe bei uns das Telefon, und eine unserer Töchter berichtete auf­geregt, dass sie die vergangene Nacht im Krankenhaus verbracht hätte. Sie war im letzten Stadium schwan­ger und die Geburt war auf natürlichem Weg nicht möglich. Da jedoch noch keine Wehen eingesetzt hatten, wurde sie wieder entlassen.

Überrascht, dass diese Nachricht schon jetzt kam, packte meine Frau schnell ihren Koffer, denn zu die­sem Zeitpunkt hatte sie noch nicht damit gerechnet, da ein späterer Entbindungstermin festgesetzt war. Sie eilte zum Bahnhof und fuhr mit dem nächsten Zug zu unserer Tochter, um dort unsere drei Jahre alte En­kelin zu betreuen. Noch am selben Tag durfte die Oma stolz ihren neugeborenen Enkel in den Armen halten.

Dieses Ereignis erinnerte mich an das Wort Jesu: „Darum seid jederzeit bereit, denn der Menschensohn wird kommen, wenn ihr es nicht erwartet.“ Mit seiner Wiederkunft auf diese Erde wird nicht nur die Geschichte dieser Welt beendet, sondern auch das Schicksal jedes Menschen entschieden; das heißt, ob er ewig leben darf oder nicht mehr existieren wird.

Da niemand den Termin für die Wiederkunft von Jesus kennt, hat er im Bild vom nächtlichen Einbruch in ein Haus (Mt 24,43) verdeutlicht, wie überraschend das sein wird. Gleichzeitig illustriert er mit dem Bild vom Austreiben der Blätter beim Feigenbaum (V. 32), dass es Vorboten und Anzeichen der Nähe seines Kommens geben wird. Jeder kann sich also rechtzeitig auf dieses Ereignis vorbereiten. Wie kann das gesche­hen?

Jesus verdeutlichte dies anschließend in mehreren Gleichnissen. In ihnen geht es zentral darum, unsere Gaben, Fähigkeiten und Mittel zum Wohle anderer Menschen einzusetzen - auch der „geringsten Brüder“ von Jesus, zum Beispiel derer seiner Nachfolger, die hungrig oder arm sind, ihre Habseligkeiten verloren haben oder ins Gefängnis gesteckt wurden (siehe Mt 25,34-39). Was wir diesen Gläubigen tun, „das habt ihr mir getan“, sagte Jesus (V. 40).

Wenn wir so handeln, wird der Tag der Wieder­kunft der schönste unseres Lebens sein, weil er in die Ewigkeit übergeht.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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