thematisches Seitenbild

Andacht 20.10.2016

20.10.2016 | von Sylvia Renz

misterQM | photocase.de

misterQM | photocase.de

„Hab keine Angst!", sagte Elisa. „Denn es sind mehr auf unserer Seite als auf ihrer.“ Und er betete: „Herr öffne ihm die Augen und lass ihn sehen.“ Da öffnete der Herr dem Diener die Augen, und als er aufblick­te, sah er, dass das Bergland um Elisa herum voll feuriger Pferde und Streitwagen war. 2. Könige 6,16-17 (Neues Leben Bibel)

Im Zweiten Weltkrieg setzten die Amerikaner an der Westfront die „Ghost Army“ ein. Ihr Auftrag war, eine große Truppenstärke vorzutäuschen und die deutsche Wehrmacht irrezuführen. Mit aufblasbaren Panzern und Flugzeugen, Jeeps und Lastwagen aus Sperrholz, mächtigen Lautsprechern und Radiosendern erweck­ten sie den Eindruck, als stünde an dieser Stelle ein Großangriff bevor. Dadurch wurden die deutschen Truppen an diese Schlachtfelder gelockt, und die Alli­ierten konnten woanders angreifen und siegen.

Auch die Bibel berichtet an verschiedenen Stellen von solchen „Geisterarmeen“. Für das menschliche Auge nicht sichtbar, ließ Gott seine Engelsheere aufmarschieren. Der Prophet Elisa, der von einem syrischen Sonderkommando entführt werden sollte, konnte diese himmlischen Helfer wahrnehmen. Er wusste, dass er den Feinden nicht hilflos ausgeliefert war. Das nahm ihm alle Angst und brachte ihn auf eine originelle Idee. Er bat Gott, die syrischen Sol­daten mit „Blindheit“ zu schlagen. Wir wissen nicht, ob die Männer gar nichts mehr sehen konnten oder ob sie nur desorientiert waren. Der Prophet lotste das feindliche Heer nach Samaria. Als den Syrern die Augen wieder aufgingen, steckten sie in der Falle, mitten im Hauptquartier der Israeliten! Doch bevor ein israelitischer Soldat das Schwert ziehen konnte, befahl Elisa: „Gebt ihnen zu essen und zu trinken und lasst sie ziehen.“ (V. 22) Der König hörte auf den Pro­pheten und ließ ein großes Bankett auftragen. Dank­bar und zufrieden zogen die Syrer ab. Danach kamen keine aramäischen Räuberscharen mehr ins Land Israel.

Ich wünsche mir, dass wir ähnlich wie Elisa ohne Angst in Konfliktsituationen hineingehen könnten! Das würde viel Druck herausnehmen. Wir müssten auf Angriffe nicht aus Furcht zum Gegenangriff über­gehen, wir könnten mit Phantasie und Großzügigkeit die Fronten aufweichen. Elisa wollte seinen Feinden etwas Gutes tun; auf ihr Misstrauen, ihren Hass reagierte er mit Güte. Dass seine Aktion mit einer großen Portion Humor gewürzt war, macht diese Geschichte doppelt spannend.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauHOPE ChannelKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe