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Andacht 21.10.2016

21.10.2016 | von Hartwig Lüpke

AllzweckJack | photocase.de

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[Hiob sagte:] „Den Mutlosen lächelte ich aufmun­ternd zu, und mein froher Blick gab ihnen Zuversicht.“ Hiob 29,24 (Hoffnung für alle)

In der Bibel wird - soweit ich weiß - nur an dieser Stel­le von einem lächelnden Gottesmann erzählt, noch dazu von einem, der eher als Leidender bekannt ist.

Hiob - in seinem Alltag ein gütig lächelnder Herr, ein warmherziger, grundfreundlicher Mensch. Sein ganzes Wesen drückte so viel Verständnis und Mut­machendes aus. Sein Lächeln war nicht das eines Spötters oder eines harten Gerechten, sondern eines Barmherzigen. Wenn er auf dem Richterstuhl saß, sprach sein Herz mit. Wenn er Recht sprach, geschah das nie, ohne Erbarmen, Trost, Zuversicht und Hoff­nung zu vermitteln. Die Zukunft hatte eine Chance. Dass er auch ganz anders konnte, dass er tadeln, Klar­text reden, angreifen oder klagen konnte, beweist nur seine Echtheit.

Es ist so schön, lächelnden Menschen zu begegnen. Kindern sowieso, aber auch Älteren. Wenn ein faltiges Gesicht lächelt - wie viel Glück und Herz. Wenn ein Frauengesicht lächelt - wie viel Güte und Verstehen. Wenn ein gestandener Mann lächelt - wie viel Lebens­weisheit.

Es ist nicht das immer lächelnde Gesicht, das an­zieht, sondern das lächelnd zugewandte; es liegt eine Freundlichkeit darin, die aus dem Herzen kommt.

Wir sind ganz unterschiedliche Charaktere. Es gibt die Sanguiniker, aber auch die Phlegmatiker, die Choleriker und die Melancholiker. Es gibt offene und verschlossene Menschen, oberflächliche und die „Phi­losophen“. Aber ein gütiges Herz kann in jedem woh­nen. Es bringt ein Lächeln hervor, das tröstet, ermu­tigt, Freude schenkt.

Hiob war ein reich gesegneter, aber auch ein mit unendlich schwerem Leid geplagter Mann. Der zeigte sein Herz, indem er sagte: Bei allem Schmerz weiß ich doch, dass Gott mich kennt. Er kennt meinen Weg (Hiob 23,10). Er lässt mich nicht aus den Augen (14,3). Er hält und trägt mich, er liebt mich und bleibt mir in Güte treu - unabhängig davon, wie sanft oder hart mich das Leben anfasst (2,10). Ist das ein Glaube wider alle Vernunft? Oder bringt der Glaube die Vernunft zur Vernunft? „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ (19,25), der mein Leben zum Ziel führt, zur Voll­endung.

Es wird dieses tiefe Wissen gewesen sein, das Hiob voller Güte lächeln ließ.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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