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Andacht 22.10.2016

22.10.2016 | von Reinhold Paul

eckbartze | photocase.de

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Das alles ist Gottes Werk: Er hat uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und hat uns den Dienst der Versöhnung übertragen. 2. Korinther 5,18 (Neue Genfer Übersetzung)

Eine Frau erzählte auf ihrer Geburtstagsfeier, wie sie vor Jahren ihren Mann durch eine schnippisch-ironi­sche Bemerkung dermaßen verletzt hatte, dass er sich fortan in eisiges Schweigen hüllte. Nachdem der Mann jede Kontaktaufnahme seiner Frau ignoriert hatte, begann die Frau am Abend, mit einer Taschenlampe in allen Schubladen nach irgendetwas zu suchen. Sie leuchtete auch in alle Schränke und Ecken. Sie ver­rückte Möbel und suchte alle Zimmer ab.

Da geschah das Wunder. Ihr Mann hielt es nicht länger aus; er fand plötzlich seine Sprache wieder: „Verflixt noch mal, was suchst du eigentlich?“, fragte er. Und sie antwortete: „Deine Stimme - aber jetzt ist sie Gott sei Dank wieder da.“ Der Mann brach in lautes Lachen aus, seine Frau stimmte mit ein. Sie lachten beide, bis sie nicht mehr konnten. Der Bann war ge­brochen. Sie waren wieder versöhnt.

Das obige Andachtswort spricht von einer Versöh­nung, die das Werk Gottes ist. Aber Gott hat sie nicht mit einer Taschenlampe irgendwo hinter Galaxien im Universum gesucht, sondern er hat sie durch Christus, seinen Sohn, auf die Erde gebracht - durch dessen Sühnetod am Kreuz. Seitdem Gott damit die Mensch­heit mit sich selbst versöhnt hat, können auch wir uns freuen und aus Freude von Herzen lachen - sofern wir diese Versöhnung für uns im Glauben in Anspruch genommen haben.

Wer sich mit Gott versöhnen lässt, der ist gleich­zeitig von ihm zum Dienst gerufen. Er soll in Gottes Auftrag auch als Versöhner unter seinen Mitmen­schen wirken. Ach, es gibt in unserer Welt so viel Unversöhnlichkeit und mangelnde Vergebungsbereit­schaft. Damit machen die Menschen den anderen und auch sich selbst das Leben schwer.

Die meisten Menschen leben auch mit Gott unver­söhnt und spüren es gar nicht. Darum ist ihr Leben so zerrissen und ohne Frieden. Jesus möchte aber auch durch uns den Menschen zurufen: „Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.“ (Mt 11,28 Hfa) Lassen wir uns von Jesus benutzen und als „Gesandte an Christi Statt“ andere Menschen auffordern: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2 Kor 5,20 EB)

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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