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Andacht 23.10.2016

23.10.2016 | von Joachim Hildebrandt

nild | photocase.de

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Mein Lieber! Ich wünsche dir, dass es dir in jeder Hinsicht gut geht und du gesund bist, so wie ich das von deinem inneren Leben weiß. 3. Johannes 2 (Gute Nachricht Bibel)

Bis heute ist es üblich, in Briefen Glück- und Segens­wünsche für den Empfänger zu formulieren oder bei Festen persönlich auszusprechen. Kürzlich hat mich beim Lesen eines Bibelkommentars der Satz über­rascht: „Das Wort ,Glück‘ kommt im Neuen Testament nicht vor.“ Ich schlug sofort in der Großen Konkordanz zur Lutherbibel nach. Tatsächlich: „Glück“ und „glück­lich“ gibt es im Neuen Testament nicht.

In unserer Gesellschaft hat Glück einen hohen Stellenwert. Die Menschen sind ständig auf der Suche nach Glück. Die Werbung verspricht direkt oder indi­rekt: Mit diesem Produkt wirst du glücklich, alle Pro­bleme sind gelöst. Viele Menschen tragen Glücksbrin­ger bei sich. Es gibt sogar eine ganz seriöse und ernsthafte Wissenschaft vom Glück (Happyologie). Und das Neue Testament schweigt über Glück! Hat das Glück denn in der Nachfolge Christi keinen Platz?

„Als Erfüllung menschlichen Wünschens ist Glück ein sehr vielschichtiger Begriff. Er schließt Empfin­dungen vom momentanen Glücksgefühl bis zu anhal­tender Glückseligkeit ein. Er kann uns aber auch als ein äußeres Geschehen begegnen, z. B. als glücklicher Zufall oder als eine zu Lebensglück verhelfende Schicksalswende.“ (Nach Wikipedia) Glück kann also bedeuten, glücklich zu sein und auch Glück zu haben. Das Letztere wird mit Zufall und Schicksal in Verbin­dung gebracht.

Moderne Übertragungen des Neuen Testamentes leiten die Seligpreisungen mit „glücklich sind“ ein. „Glücklich könnt ihr sein, wenn ihr verachtet, verfolgt und verleumdet werdet, weil ihr mir nachfolgt.“ (Mt 5,11 Hfa) Doch nach meinem Sprachempfinden ent­spricht das nicht dem, was Jesus gemeint hat. „Heil denen ...“ hat Pfäfflin treffend übertragen.

„Das Wort ,Glück‘ kommt im Neuen Testament nicht vor.“ Der Kommentator fährt fort: „Aber von innerem Reichtum, von Friede und Freude weiß es um so mehr zu sagen.“ Das gewinnen wir nicht durch Zufall, sondern das ist die „Frucht des Heiligen Geis­tes“ (Gal 5,22).

„An Jesus Christus zu glauben bedeutet nicht un­bedingt, in jeder Hinsicht glücklich zu sein, sondern in Christus etwas zu finden, was einem noch wich­tiger wird als das eigene Glück.“ (Hans-Joachim Eckstein)

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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