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Andacht 25.10.2016

25.10.2016 | von Thomas Lobitz

mathias the dread | photocase.de

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Saulus führte weiterhin einen wütenden Kampf gegen die Jünger des Herrn ... Als er nun nach Damaskus unterwegs war ... leuchtete plötzlich vom Himmel her ein Licht auf ... dass er geblendet zu Boden stürzte. Gleichzeitig hörte er, wie eine Stimme zu ihm sagte: „Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“ „Wer bist du, Herr?“, fragte Saulus. Die Stimme antwortete: „Ich bin der, den du verfolgst; ich bin Jesus.“ Apostelgeschichte 9,1.3-5 (Neue Genfer Übersetzung)

Am 14. April 2014 endete der Unterricht für die Schü­lerinnen eines Internates in der nigerianischen Stadt Chibok mit einem Verbrechen: Hunderte von ihnen wurden von Mitgliedern der radikal-islamistischen Sekte Boko Haram aus den Klassenräumen gezerrt, auf Lastwagen geschubst und abtransportiert. In einem Bekennervideo erklärte ein schwerbewaffneter Anführer, die (christlichen) Mädchen seien „freiwil­lig“ Muslimas geworden und sollten ihrer wahren Be­stimmung zugeführt werden, nämlich als Ehefrauen und Mütter den Männern zu dienen. Dazu brauchten sie keine westliche Bildung. Dieses furchtbare Ereig­nis ist ein extremes Beispiel für religiöse Verblendung. Man glaubt, Gott besonders treu zu sein, indem man gegen seine (angeblichen) Feinde zu Felde zieht.

Auch Saulus meinte, auf Gottes Seite zu stehen und ein wahrer Gläubiger zu sein. Als tiefreligiöser Mensch konnte er es nicht ertragen, dass die Christen eine andere Vorstellung von Gott verkündeten, als er es gelernt hatte. Eines Tages nahm Jesus auf über­natürliche Weise mit ihm Kontakt auf. Den religiös hochgebildeten Saulus hätten Diskussionen und Argumente vermutlich nicht erreicht, denn er hätte allemal einen gedanklichen Dreh gefunden, um sie für sich zu widerlegen. Erst durch diese drastische Erfah­rung erkannte er seine Verblendung, die ihm auch durch seine vorübergehende Blindheit vor Augen ge­führt wurde.

Manchmal sind gläubige Menschen so vernagelt, dass sie für keinen vernünftigen Gedanken mehr offen sind. Erst durch eine Begegnung mit Jesus werden sie „bekehrt“ - sie wenden sich von ihrem verkehrten Weg ab. Wenn ich heute meinen Glauben und meinen Einsatz für Gott betrachte, dann überlege ich, ob er die Frucht einer Begegnung mit Jesus ist oder ob ich nur eine Ideologie verteidigen will. Mein Wunsch ist es, im Sinne von Jesus für Jesus zu arbei­ten. Dazu muss ich niemanden bekämpfen, sondern die Menschen so behandeln, wie er es uns vorgemacht hat.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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