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Andacht 28.11.2016

28.11.2016 | von Dietrich Müller

elsone | photocase.de

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Jesus blickte auf und sah die Menschenmenge auf sich zukommen. Er wandte sich an Philippus: „Wo können wir Brot kaufen, damit alle diese Leute zu essen bekommen?“ Das sagte er, um Philippus auf die Probe zu stellen; er selbst wusste schon, was er tun würde. Johannes 6,5-6 (Gute Nachricht Bibel)

„Die ungelösten Probleme erhalten einen Geist leben­dig, nicht aber die gelösten.“ (E. G. Kolbenheyer) Ob Jesus seine Jünger geistig fit halten wollte, als er ihnen eine Nuss zum Knacken vorlegte: „Wo kaufen wir Brot für so viele?“ Oder wollte er vielleicht ihren Glauben in Bewegung bringen?

In alter Zeit galt ein Jünger als ein Lehrling, der durch Studium und praktisches Miterleben bei einem Meister ausgebildet wurde. Schon eine ganze Zeit waren die Jünger mit Jesus umhergezogen, hatten verschiedene Heilungen und Wunder miterlebt, bei Menschen wie Nikodemus oder der Frau am Jakobs­brunnen beobachtet, wie sie durch die Begegnung mit Jesus verändert wurden. Nicht zuletzt hatten sie das auch an sich selbst entdeckt. Die Zeit schien reif für einen ersten kleinen Zwischentest.

Was hatten die Jünger bisher von Jesus gelernt? Wie konnten Probleme angegangen werden?

„Wo kaufen wir Brot, damit diese zu essen haben?“, so die Frage des Lehrers. Hier ist das Problem. Was machen wir jetzt? Das Gehirn des Philippus fing an zu arbeiten, und seine erste Zwischenbilanz lautete: Das Geld reicht nicht! „Für zweihundert Silbergroschen Brot ist nicht genug für sie, dass jeder ein wenig bekomme.“ (V. 7) Inzwischen hatte Andreas die Sache mitbekommen. Auch bei ihm fing es an zu arbeiten. Er ging von einem anderen Lösungsansatz aus, kam aber zu einem ähnlich niederschmetternden Ergebnis: Das vorhandene Essen reichte nicht! „Es ist ein Kind hier, das hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; aber was ist das für so viele?“ (V. 9)

Test nicht bestanden! Nun nahm sich der Meister der Sache an: „Lasst die Leute sich lagern ... „ (Vers 10) Und dann schlug Jesus einen ganz anderen Lösungs­weg ein. Er rechnete nicht mit Geld und vorhandenen Mitteln, sondern mit seinem Vater im Himmel. Und diese „Rechnung“ ging auf. Jesus lehrte seine Schüler, bei Schwierigkeiten und Problemen über den Rand des - menschlich betrachtet - Möglichen hinauszusehen und mit dem Handeln Gottes zu rechnen.

Ein wirklich alternativer Lösungsansatz - auch heute! Und wie wird dein nächster Test ausfallen?

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