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Andacht 29.11.2016

29.11.2016 | von Reinhold Paul

cydonna | photocase.de

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Da sprach ich: „Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den Herrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.“ Jesaja 6,5

Ein merkwürdiges Andachtswort! Als Jesaja das ge­sagt hatte, flog einer der Engel zu ihm. Er berührte Jesajas Lippen mit einer glühenden Kohle und sprach: „Siehe, hiermit sind deine Lippen berührt, dass deine Schuld von dir genommen werde und deine Sünde gesühnt sei.“ (V. 6-7) Die Lippen von Jesaja waren sündig und mussten gereinigt werden, ehe er Gottes Sprachrohr sein konnte. Auch ich und alle Menschen in der Welt und in der Gemeinde sind ebenso „unrei­ner Lippen“ wie er.

Wie schön wäre es, wenn Gott auch uns wie Jesaja von den Sünden reinigen würde, die wir mit unseren Lippen und unserer Zunge begehen! Es gibt kein Glied an unserem Körper, mit dem wir so schnell sündigen und so viel Schaden anrichten, wie mit unserer Zunge (siehe Jak 3,5-7).

Es gibt gedankenlose Lippen, die unüberlegt reden und sich dann entschuldigen müssen. Es gibt stolze Lippen, die in ihrem Hochmut meinen, sie seien die Größten. Es gibt tratschende Zungen, die mit ihren Lippen schon viel Unheil angerichtet haben. Es gibt unreine Lippen, die schmutzige Andeutungen machen. Es gibt auch plappernde Lippen, die Vorurteile ver­breiten. Ach, was haben die Lippen der Menschen im Bunde mit der Zunge schon alles angerichtet! Sie haben sogar entsetzliche Kriege angezettelt, in denen Millionen Menschen grauenhaft gestorben sind und die viele Witwen und Waisen zurückgelassen haben. Wie wollen sie sich vor Gott verantworten?

Jesus möchte auch unsere Lippen und unsere Zun­ge mit seinem teuren Blut berühren, damit unser Mund gereinigt wird. Vor allem will er unser Herz rei­nigen, denn dort liegt das eigentliche Problem. Darauf wies er mit den Worten hin: „Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil er im Herzen gut ist. Aber ein schlechter Mensch kann nur Böses hervorbringen, weil er von Grund auf böse ist. Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund!“ (Lk 6,45 GNB) David hatte dieses Problem erkannt, darum betete er: „Gott, erschaffe in mir ein reines Herz und gib mir einen neuen, aufrichtigen Geist.“ (Ps 51,12 NLB)

O Heiland, reinige uns durch und durch, damit wir reden, was andere erbaut, und deine Sprecher sein können!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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