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Andacht 25.12.2016

25.12.2016 | von Lothar Reiche

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Es hatte aber Kisch, der Vater Sauls, die Eselinnen verloren. Und er sprach zu seinem Sohn Saul: „Nimm einen der Knechte mit dir; mache dich auf, geh hin und suche die Eselinnen.“ Und sie gingen durch das Gebirge Ephraim ... und fanden sie nicht ... sie gin­gen durchs Gebiet von Benjamin und fanden sie nicht. Als sie aber ins Gebiet von Zuf kamen, sprach Saul zu dem Knecht, der bei ihm war: „Komm, lass uns wieder heimgehen.“ 1. Samuel 9,3-5

Heimgehen zu können ist für uns etwas Selbstver­ständliches. Wenn wir nach unserer Wohnung gefragt werden, können wir einen Ort, eine Straße und eine Hausnummer nennen. Doch nicht jeder kann das. Manche müssen unter Brücken oder woanders schla­fen. Und viele Menschen sind auf der Flucht, aus ihrer Heimat vertrieben.

In einem alten Schlagerlied heißt es: „Heimatlos sind viele auf der Welt, heimatlos und einsam wie ich.“ Wohl dem, der singen kann: „In der Heimat ist es schön.“ Dem Sohn, den wir den „verlorenen“ nennen, wurde in der Fremde bewusst, wie schön sein Zuhause war, und er sehnte sich nach seinem Vater zurück.

Man kann eine Komfortwohnung oder ein tolles Haus besitzen und dennoch heimatlos sein. Trotz Eigentums haben wir nicht das, was wir eigentlich brauchen. Wir sind nicht dort, wo wir letztlich hin­möchten.

Wir haben etwas verloren, und geblieben ist die Sehnsucht. Die ersten Seiten der Bibel berichten von einer sehr guten Welt, dem Paradies. Die letzten Sei­ten der Bibel versprechen eine sehr gute, neue Welt. Wir leben als Christen dazwischen.

„Lasst uns heimgehen!“ Danke für die Einladung, aber: Wohin soll ich mich wenden, wenn Gram und Schmerz mich drücken? Wo ist die Heimat, wo es all das Bedrückende nicht mehr geben wird? Darauf ant­wortete Petrus: „Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ (2 Ptr 3,13) Wir haben nicht nur eine Heimat hinter uns, aus der wir stam­men. Wir haben auch eine Heimat vor uns. Dies zu wissen, gibt uns im Heute und Hier Halt und Sicher­heit.

„Komm, lasst uns heimgehen!“ Lass die „Eselinnen“ beiseite, die du vielleicht meinst noch unbedingt finden zu müssen. Viel wichtiger ist das Nach-Hause-Kommen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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