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Andacht 26.12.2016

26.12.2016 | von Jürgen Schammer

elsone | photocase.de

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Aufbrausen, Zorn, wütendes Geschrei ... haben bei euch nichts verloren. Epheser 4,31 (Neue Genfer Übersetzung)

Krachende Türen und lautes Gebrüll bei Zornesaus­brüchen gehen aufs Trommelfell. Geschirr zerbricht, Tränen fließen, seelische und körperliche Wunden werden geschlagen, weil man sich nicht mehr beherr­schen kann. Und danach? Scherben taugen nur noch für den Mülleimer und manche Verletzungen sind auch nach Jahren nicht verheilt.

Laut Galater 5,20 ist ausufernder Zorn eindeutig ein „Werk des Fleisches“, Bestandteil der unbekehrten menschlichen Natur. Die Auslöser für solche emotio­nalen Ausraster sind meist Beleidigungen, ungerechte Behandlung, Verleumdung oder ein Betrug. Wem Der­artiges widerfährt, dem kann man nicht verdenken, dass er zunächst darüber wütend und verärgert ist - quasi einen „dicken Hals“ bekommt.

Problematisch wird es, wenn statt einer angemes­senen Gegenreaktion die Selbstbeherrschung und die Gefühlslage außer Kontrolle geraten und sich in einem überzogenen Zornesgewitter entladen - inklusive dem Wunsch nach Rache und Vergeltung. Ein Beispiel dafür ist Esau, der seinen Bruder Jakob umbringen wollte, weil der ihn mit List und Tücke um den Erst­geburtssegen gebracht hatte. Da half nur noch die Flucht (vgl. 1 Mo 27,41-45).

Selbst zwei der zwölf Jünger von Jesus waren zornige Männer - Jakobus und Johannes. Als man der durchreisenden Gruppe in einem von Samaritern bewohnten Dorf keine Übernachtungsmöglichkeit gewährte, fackelten sie nicht lange und fragten: „Herr, sollen wir Feuer vom Himmel regnen lassen und sie verbrennen?“ (Lk 9,54 NLB) Diesem Ansinnen konnte Jesus nur mit einer klaren Zurechtweisung begegnen.

Da sich Zorn und Sünde gar zu schnell die Hand reichen, gab uns Paulus einen guten Rat: „Sündigt nicht, wenn ihr zornig seid, und lasst die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.“ (Eph 4,26 NLB) Er wusste, dass Christen mit Gottes Kraft dazu durchaus in der Lage sind - aber man muss es wollen und sich darauf einlassen. Und noch etwas empfahl der Apos­tel - gewissermaßen als Prophylaxe: „Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und ver­gebt einander, so wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.“ (V. 32 NGÜ) Genau das ist die Lösung des Problems „Aufbrausen, Zorn und wütendes Geschrei!“

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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