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Andacht 31.12.2016

31.12.2016 | von Johannes Fiedler

zettberlin | photocase.de

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Du aber, Herr, bleibst ewiglich und dein Name für und für. Psalm 102,13

An zwei Tagen im Jahr wird uns das Fortschreiten der Zeit und das Dahineilen unseres Lebens besonders in Erinnerung gerufen: an unserem Geburtstag und am letzten Tag des Jahres. Am Geburtstag merken wir das zahlenmäßige Älterwerden. Da rückt der Zeiger unserer Lebensuhr eine Zahl weiter. Und die Älteren unter uns erleben dann jedes weitere Jahr als Zugabe und Geschenk über das biblische Maß von 80 Jahren hinaus (vgl. Ps 90,10a). Aber das Ende eines Jahres erinnert daran, dass auch die Zeit dieser Welt in Jah­ren abgemessen wird und ein Ziel hat.

So sah es auch der unbekannte Verfasser von Psalm 102, wenn er für sein eigenes Leben zunächst fest­stellte: „Meine Tage sind dahin wie ein Schatten, und ich verdorre wie Gras.“ (V. 12) Ähnliche Gedanken bewegten ihn auch, als er sich in der Welt umschaute und dort Unruhe, Unfrieden, Streit und Krieg sah. Doch er war sich ganz sicher: Das ist nicht das Ziel, so kann und darf es nicht für alle Zeiten bleiben: „Du [Gott] hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Him­mel sind deiner Hände Werk. Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand; wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden.“ (V. 26-27) Dieser vergänglichen Welt, die an Jahren alt geworden ist und dringend erneuert werden muss, stellt er das Bleibende, den Bleibenden gegenüber: „Du aber bleibst, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.“ (V. 28)

Diese Gewissheit, die Ruhe und Zuversicht in sein Herz brachte, kann auch uns Mut machen an der Schwelle eines neuen Jahres: „Du aber bleibst, wie du bist.“ Das bedeutete schon damals: „Denn er [Gott] schaut von seiner heiligen Höhe, der HERR sieht vom Himmel auf die Erde, dass er das Seufzen der Gefange­nen höre und losmache die Kinder des Todes.“ (V. 20­21) Befreiung aus Gefangenschaft und von der Herr­schaft des Todes war schon immer Gottes Ziel. Darum ging die Hoffnung des Psalmisten nicht ins Leere. Gott ist zu uns gekommen in der Gestalt seines Sohnes, „zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen“ (Lk 4,18).

Was Jesus damals begonnen hat, wird er zum Ziel bringen. Er wird noch einmal kommen und alles neu machen. Er hat es versprochen!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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