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Andacht 28.01.2017

28.01.2017 | von Lothar Reiche

xiklet | photocase.de

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Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten. Matthäus 6,6

Wenn wir im Thüringer Wald im schönen Ort Frauen­wald eine Bibelwoche hatten, gingen wir meist am letzten Tag in der Abenddämmerung an den Wald­rand und sangen dort Abendlieder. Das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius war mit Sicherheit dabei. Und wenn der Mond am Himmel stand und die Sterne funkelten, dann wurde das Lied zum Gebet, und der himmlische Vater, der im Verbor­genen ist, redete zu uns.

Matthias Claudius schrieb das Lied vom Mond im 18. Jahrhundert, aber der Text ist noch immer aktu­ell. So heißt es in der vierten Strophe:

„Wir stolze Menschenkinder / sind eitel arme Sünder / und wissen gar nicht viel; / wir spinnen Luftgespinste / und suchen viele Künste / und kommen weiter von dem Ziel.“

Und darum ist die Bitte in der fünften Strophe heute fast noch dringender als damals:

„Gott, lass dein Heil uns schauen, / auf nichts Vergänglichs trauen, / nicht Eitelkeit uns freun, / lass uns einfältig werden / und vor dir hier auf Erden / wie Kinder fromm und fröhlich sein.“

Wer damals in Frauenwald am Waldrand mitge­sungen hat, wird sich dieser Minuten der Stille - so wie ich - dankbar erinnern.

Vielleicht lebst du in einer Stadt. Der Wald ist weit weg; Mond und Sterne sind von Laternen verdrängt. Die Ruhe ist von der Unrast überlagert. Gerade dann ist ein „Gebets-

kämmerlein“ dringend nötig, und einen solchen Gebetsraum kann und sollte man sich irgend­wo (zeitweise) einrichten. Es ist nicht wichtig, wie die­ser Raum aussieht oder wie groß er ist; entscheidend ist, dass wir dort Ruhe zum Beten haben. Befolge den Rat von Jesus: „Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu.“ Dann kann uns niemand stören. Manch einer hat die Kammer von außen zugeschlossen und den Schlüssel verlegt. Und manch einer meint, er brauche nicht erst zuzuschlie­ßen, da er ja doch gleich wieder hinausgehen müsse. Doch Jesus sagte: „Schließ die Tür zu und bete zu dei­nem Vater, der im Verborgenen ist.“

Jesus hat versprochen, dass Gott uns dort nicht nur hören, sondern unser Beten sogar belohnen wird!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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