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Andacht 30.01.2017

30.01.2017 | von Joachim Hildebrandt

Gräfin. | photocase.de

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Lob und Dank sei Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns mit seinem Geist reich beschenkt, und durch Christus haben wir Zugang zu Gottes himmlischer Welt erhalten. Epheser 1,3 (Hoffnung für alle)

Beim Lesen einer christlichen Zeitschrift machte mich ein Satz besonders nachdenklich: „Wir predigen immer nur, was wir tun sollen, und nicht über das, was Gott bereits für uns getan hat.“ Trifft uns Pasto­ren dieser Vorwurf? Das hat mich angeregt, die Briefe der Apostel im Neuen Testament diesbezüglich genau­er anzusehen. Da fand ich, was mir noch nie so bewusst war: Die Apostel erinnerten stets zuerst mit Lob und Dank an Gott die Leser daran, was er schon für sie getan hat. Was sie bereits durch den Glauben in Gottes Augen sind, steht vor den Aufforderungen, was sich in ihrem Leben noch ändern soll. Das Schon- jetzt-Sein kommt vor dem Noch-nicht-Sein.

Am ausführlichsten beschrieb Paulus das im Brief an die Christen in Ephesus. In Kapitel 1,3-14 (im Grundtext nur ein einziger Satz!) entfaltete der Apos­tel, was Gott durch Christus für die Gläubigen bereits getan hat. Er nannte das ein Geschenk: Gott hat uns durch Christus zu seinen Kindern gemacht (V. 4-6). Durch Christus sind wir erlöst und haben Vergebung all unserer Sünden (V. 7-10). Dadurch sind wir Erben des Reiches Gottes geworden (V. 11-12). Als wir gläubig wurden, sind wir mit dem Heiligen Geist versiegelt worden. Er „verbürgt uns das vollständige Erbe, die vollkommene Erlösung“ (V. 13-14 Hfa). Das alles fasste Paulus zusammen mit der Zusage: „Durch Christus haben wir [bereits] Zugang zu Gottes himm­lischer Welt erhalten.“ (V. 3 Hfa) Geradezu überwälti­gend ist Gottes Heilshandeln an jedem, der an ihn glaubt. Dieser eine lange Satz am Anfang des Briefes, eine „goldene Kette“, ist so voll davon, was Gott bereits für uns getan hat, dass wir jeden Tag Neues entdecken können, wenn wir uns in diesen Abschnitt vertiefen.

Und erst, nachdem Paulus die Erlösung durch Christus und dessen Folgen beschrieben hat (Kap. 2-3), folgen seine Aufforderungen, was wir in der Nachfolge Christi im täglichen Leben tun und lassen sollen. Es geht dabei darum, als Antwort auf Gottes Tun und als Folge davon „ein Leben zu führen, das [unserer] Berufung würdig ist“ (Eph 4,1 NLB), als geliebte Kinder Gottes Beispiel zu folgen und in der Liebe zu leben (5,1-2).

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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