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Andacht 22.02.2017

22.02.2017 | von Holger Teubert

judigrafie | photocase.de

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Wenn die Apostel mit Jesus zusammen waren, frag­ten sie ihn immer wieder: „Herr, wirst du Israel jetzt befreien und unser Königreich wiederherstellen?“ „Die Zeit dafür bestimmt allein der Vater“, erwider­te er, „es steht euch nicht zu, sie zu kennen.“ Apostelgeschichte 1,6-7 (Neues Leben Bibel)

1972 veröffentlichte das Ehepaar Meadows den Mil­lionenbestseller Die Grenzen des Wachstums. Sie prognostizierten, dass beispielsweise die Gold- und Silbervorkommen bis zum Beginn der 1980er-Jahre vollständig aufgebraucht sein würden. Viele andere ihrer Prognosen, auf Rohstoffe und Umwelt bezogen, kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Heute wissen wir, dass sie sich geirrt haben.

Auch auf anderen Gebieten lieferten Experten fal­sche Prognosen. Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 sagte Franz Beckenbauer, dass die deutsche Nationalmannschaft auf Jahre hinaus unschlagbar sei. Wir erinnern uns aber noch an die folgenden Jah­re des „Rumpelfußballs“. Bei den Prognosen zum Fall der Berliner Mauer vertat sich dagegen niemand. Denn niemand, auch kein Experte, hat dieses Ereignis prognostiziert. Eine Studie von Professor Howard Gardner von der Harvard-Universität zeigt, dass die Vorhersagen von Experten nicht besser sind als zufäl­liges Raten.

Auch die Jünger Jesu waren fest davon überzeugt: Wenn Christus nach seiner Himmelfahrt wieder­kommt, würde er Israel von der Herrschaft der Römer befreien und ein unabhängiges jüdisches Königreich aufrichten. Sie hatten nur noch die Frage: Wann wird das sein? Doch Jesus ging auf ihre Frage gar nicht ein und antwortete: „Ihr braucht das nicht zu wissen.“ (Apg 1,6-7 GNB) Später wurde den Jüngern klar, dass mit der Wiederkunft Christi etwas viel Größeres geschieht als die Errichtung eines Königreiches im Nahen Osten. Es geht um etwas Universales: „Wir warten auf den neuen Himmel und die neue Erde, die Gott versprochen hat - die neue Welt, in der Gerech­tigkeit regiert.“ (2 Ptr 3,13 NGÜ)

Auch Christen stehen in der Gefahr, mit ihren Pro­gnosen über künftige Ereignisse falsch zu liegen. Es gibt Dinge, die Gott uns nicht offenbart hat und die wir deshalb auch nicht zu wissen brauchen. Sie lenken uns nur von den sehr praktischen Ratschlägen für unser Leben ab, auf die Gott uns in seinem Wort auf­merksam machen möchte.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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