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Andacht 27.02.2017

27.02.2017 | von Ruben Grieco

Weigand | photocase.de

Weigand | photocase.de

Der Hirte geht durch die Tür zu seinen Schafen ... die Schafe erkennen ihn schon an seiner Stimme. Dann ruft der Hirte jedes mit seinem Namen und führt sie auf die Weide. Wenn seine Schafe den Stall ver­lassen haben, geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen. Johannes 10,2-4 (Hoffnung für alle)

Eigentlich wollte ich ihr nur einen kleinen Schreck einjagen und sie dann tröstend durch die Luft wir­beln. Es war dunkel, und meine ältere Tochter lief vor mir. Aber sie ließ sich von meinen nachgeahmten Tier­lauten kein bisschen beeindrucken, drehte sich betont gelassen um und sagte: „Papa, ich kenne deine Stim­me ganz genau. Ich weiß, dass du es bist! Ich bin jetzt seit fast sechs Jahren deine Tochter, mein ganzes Le­ben schon!“ Meine geplante Überraschung war dahin, aber ich war dennoch glücklich und ein bisschen stolz. Während die Kinder im Auto einschliefen, unterhielt ich mich mit meiner Frau über den Bibeltext, an den uns unsere Tochter erinnert hatte.

Jesus erzählt in Johannes 10 die Geschichte vom guten Hirten, der von seinen Schafen an der Stimme erkannt wird, sobald er durch die Tür kommt. „Die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.“ Sie wissen: Es ist die Stimme dessen, der es gut mit uns meint, der uns zum frischen Wasser führt und mit Futter versorgt. Es ist die Stimme dessen, der uns zu sicheren Weideplätzen führt, an denen wir ausruhen können. Es ist die Stimme dessen, der uns beschützt, wenn es brenzlig wird; der sich um uns kümmert, wenn wir verletzt oder krank werden. Es ist die Stim­me dessen, der jeden Einzelnen mit Namen kennt, der immer da ist und den guten Weg vorangeht.

Und noch mehr als das: Wir haben die Möglichkeit, die Perspektive des Schafes aus der Geschichte zu ver­lassen. Wir können sie nachlesen und ihre Lehre für uns selbst in Anspruch nehmen, wenn Jesus sagt: „Ich bin der gute Hirte. Ein guter Hirte setzt sein Leben für die Schafe ein.“ (V. 11 Hfa) Jesus ist mein - und dein - guter Hirte, er hat sein Leben für uns eingesetzt!

Wenn ich meinen Alltag lebe, es dunkel wird oder sich furchteinflößende Dinge um mich herum abspie­len, dann wünsche ich mir die Gelassenheit meiner Tochter, die trotz meines Täuschungsversuches die Stimme ihres Vaters erkannte. Ich möchte auch sagen können: Ich kenne deine Stimme ganz genau, Jesus! Ich bin dein Kind!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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