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Andacht 28.02.2017

28.02.2017 | von Lothar Wilhelm

elsone | photocase.de

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Jetzt sehen wir die Dinge noch unvollkommen, wie in einem trüben Spiegel, dann aber werden wir al­les in völliger Klarheit erkennen. Alles, was ich jetzt weiß, ist unvollständig; dann aber werde ich alles erkennen, so wie Gott mich jetzt schon kennt. 1. Korinther 13,12 (Neues Leben Bibel)

Ein Maler trägt Farbe auf eine Leinwand auf; ein Bild entsteht. Ein Bildhauer schlägt Stücke von einem Felsblock ab; eine Skulptur entsteht. Was daraus wer­den soll, kann man noch nicht erkennen. Die Künstler haben aber bereits ein Bild davon vor Augen, was ent­stehen soll. In ihnen ist schon etwas da, was erst noch Wirklichkeit werden soll.

All unser Bemühen bleibt unvollständig. Davon, was in Zukunft daraus wird, haben wir nur eine trübe Ahnung. Sehen können wir es nicht. Aber da ist einer, der uns genau kennt. Er sieht nicht nur meine jetzige Unvollkommenheit, sondern hat ein Bild von mir vor Augen, wie ich unter seiner gestaltenden Hand wer­den soll. Und er verspricht mir, dass ich mich - wenn ich ihn gestalten lasse - am Ende mit ihm über das fertige Werk freuen werde. Denn es ist seine Schöp­fung, darum wird sie - wie am Anfang - sehr gut werden.

Dann werde ich auch erkennen, warum mancher Schlag in meinem Leben sein musste, den ich nicht verstanden habe, oder warum er manchmal mit einem Strich etwas ganz anders machte, als ich es mir gewünscht hatte. Wenn er fertig ist, wird sein Werk makellos sein. Er wird mir den rechten Platz in seiner Ewigkeit zuweisen, und ich werde ihn als den größten Künstler loben.

Aus der Betrachtung der Natur lässt sich erahnen, welch ein unermesslicher Künstler unser Schöpfer ist. Aus dem Evangelium kann man erkennen, wie er es mit uns meint. Unser Andachtstext steht im großen Lobpreis der Liebe. Die gestaltende Kraft, mit der unser Heiland sein Werk an uns vollbringt, ist die Liebe.

Ich kann Gott nicht verstehen. Oft frage ich: War­um greift er nicht ein? Warum erträgt er noch immer all das Leid? Warum duldet er das alles? Er hat noch Geduld mit der Welt - und mit mir. Er gestaltet noch.

Der Herr zeigt mir seine Liebe und sagt: Lebe mit ihr, dann wirst du meine gestaltende Kraft erfahren. Sie wird auf die Menschen um dich ausstrahlen und dein Leben schöner machen. Noch ist alles unvollkom­men. Nimm meine Liebe an, und ich werde das Werk in dir vollenden. Erst dann wirst du alles in völliger Klar­heit sehen und verstehen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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