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Andacht 30.03.2017

30.03.2017 | von Marli Weigt

manun | photocase.de

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Ich will dich segnen ... und du sollst ein Segen sein. 1. Mose 12,2

„Zur rechten Zeit am rechten Ort“ ist ein geflügeltes Wort geworden. Dies selbst zu erleben macht zutiefst dankbar und glücklich. Vor einigen Jahren machte ich während der Mittagspause eines Lehrgangs mit einer Teilnehmerin einen Spaziergang um einen einsamen See. Obwohl ins Gespräch vertieft, wurden wir plötz­lich auf eine Frau aufmerksam, die schon ziemlich tief im Wasser stand. Sie war offensichtlich lebensmüde. Mit Gottes Hilfe konnten wir sie zurückhalten und in ärztliche Obhut geben. Später besuchten wir sie im Krankenhaus. Sie war wieder zuversichtlich und dankbar, dass wir zur rechten Zeit an diesem Ort waren, um ihr helfen zu können.

Immer wieder erleben wir als Christen, dass Gott uns auf Menschen aufmerksam macht, die in irgend­einer Weise Hilfe oder Zuwendung brauchen - voraus­gesetzt, wir sind bereit dafür. Wer schon einmal erlebt hat, zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen zu sein, ist immer wieder neu motiviert, Gott darum zu bitten.

Als Abraham von Gott berufen wurde, der Stamm­vater eines großen Volkes zu werden, wurde ihm ge­sagt: „Ich will dich segnen ... und du sollst ein Segen sein.“ Das sagt mir, dass Gott seine Kinder segnet, damit sie wieder anderen zum Segen werden. Gott hat seinen Kindern Segen versprochen, und sie erleben ihn auch - Segen im Blick auf die Zeit oder das Geld, Segen in der Familie oder Segen in den verschiedenen Situationen des Alltags. Wir erzählen es uns oft gegen­seitig als eine schöne Erfahrung. Aber ist dir schon einmal bewusst geworden, dass der Segen, den du er­fahren hast, dir zum Weitergeben geschenkt worden ist?

Jesus sagte: „Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.“ (Joh 20,21) „Du sollst deinen Nächs­ten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22,39) „Gebt, so wird euch gegeben.“ (Lk 6,38) Dies sind Worte von Jesus, die mir in diesem Zusammenhang einfallen. Mit Jesus zu leben bedeutet, von ihm zu nehmen beziehungs­weise zu empfangen und weiterzugeben - das macht uns froh und glücklich.

Vor ein paar Tagen machte Gott uns durch eine ungewöhnlich offen stehende Tür auf eine Nachbarin aufmerksam, die gerade eine schockierende Diagnose bekommen hatte. Nun begleiten wir sie mit Gottes Hilfe, denn wenn er uns eine Aufgabe stellt, dann befähigt er uns auch dazu, sie zu erfüllen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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