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Andacht 21.04.2017

21.04.2017 | von Holger Teubert

photocase.de

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Wenn ich einem Menschen, der mich verachtet, den Tod androhe, und er wendet sich ab von dem, was er bisher getan hat, wenn er ... erstattet, was er gestohlen hat, und ... die Gebote befolgt, ... dann muss er nicht sterben. Die Schuld, die er früher auf sich geladen hat, rechne ich ihm nicht mehr an. Hesekiel 33,14-16 (Hoffnung für alle)

Unerwartet erfolgreich war die Predigt eines angli­kanischen Wanderpredigers zum achten Gebot: „Du sollst nicht stehlen.“ Vor den Türen englischer Kir­chen in Oxford, Chester und Twickenham lagen später Säcke voller Gegenstände, die der Kirche von reuigen Sündern anvertraut wurden, vor allem gestohlene Bücher aus Bibliotheken. Eine Krankenschwester lie­ferte Schmuck ab, den sie älteren Patienten entwendet hatte.

Es gibt doch noch Menschen, die sich von der Ver­kündigung des Wortes Gottes beeindrucken lassen. Plötzlich wird das Gewissen wach und gibt keine Ruhe mehr. Doch mit dem Erinnern ist es nicht getan. Auch nicht damit, dass uns die Sache jetzt sehr leid tut. Gott fordert Konsequenzen, nämlich Wiedergutma­chung: Wer etwas gestohlen hat, soll das Diebesgut zurückgeben oder den angerichteten Schaden erstat­ten. Dann erst ist die Sache wirklich vergeben und erledigt.

Es wäre ja auch zu billig, wenn genügen würde, dass einem die Tat leidtut, und man die veruntreuten Sachen dann behalten könnte. Wenn das Gewissen schlägt, meldet sich meist auch eine andere Stimme: „So schlimm war es doch gar nicht!“ „Wenn du die Sache bekennst, kannst du angezeigt werden.“ „Du ruinierst dich, wenn du wirklich alles zurückzahlen willst.“

Wenn das Gewissen spricht, sollten wir uns nicht selbst betrügen. Beten wir lieber zu Gott, dass er uns hilft, alles wieder in Ordnung zu bringen. Gott ist grö­ßer als alle Schuld (1 Joh 2,1-2). Es mag sein, dass eine Sache schon so lange zurückliegt, dass der Geschädig­te nicht mehr zu ermitteln ist. Wenn sich dann das Gewissen meldet, gibt es nur einen Weg: „Ist niemand da, dem man’s erstatten kann, so soll man’s dem Herrn geben“ (4 Mo 5,8), das heißt, es soll für einen guten Zweck verwendet werden. Erst wenn wir bereit sind, den Weg der Wiedergutmachung zu gehen, wird Frie­de in unser Herz einziehen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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