thematisches Seitenbild

Andacht 24.04.2017

24.04.2017 | von Jens-Oliver Mohr

Weigand | photocase.de

Weigand | photocase.de

Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige. Psalm 119,11

Bibliotheken seien „die geistigen Tankstellen der Na­tion“, sagte einmal Altbundes-kanzler Helmut Schmidt. Wenn das wahr ist, steckt Deutschland in einer tiefen geistigen Energiekrise: Jährlich müssen in Deutsch­land mehrere Hundert öffentliche Bibliotheken schlie­ßen, viele andere sind von massiven Kürzungen betroffen. Bricht nach und nach die für Kultur und Bil­dung so wichtige Infrastruktur aus Büchereien weg?

Laut der Studie „Lesen in Deutschland 2008“ liest jeder Vierte niemals ein Buch. Von diesem Phänomen abgesehen dokumentierte die Studie das generelle Verschwinden des klassischen Gelegenheitslesers mit einem bis zu vier gelesenen Büchern im Monat. Darü­ber hinaus belegte sie das Fehlen eines besonders wichtigen Leseimpulses: Nahezu die Hälfte der 14- bis 19-Jährigen erklärten, dass sie als Kind nie ein Buch geschenkt bekamen!

Was haben wir als Christen dazu zu sagen? Wie hältst du es mit dem Lesen? Kannst du es dir leisten, keinen Bibliotheksausweis zu besitzen? Naja, Adventisten lesen doch sowieso täglich: morgens die An­dacht und abends das Bibelstudienheft zur Vor­bereitung aufs Bibelgespräch am Sabbat. Außerdem existiert in jeder Gemeinde ja auch noch der Bücher­tisch, der dank der fleißigen Bemühungen netter Ge­schwister noch keinen Strukturverän-derungen zum Opfer gefallen ist. Ganz zu schweigen von der Mini­bibliothek im Jugendraum, wo jeder herzlich eingela­den ist, sich christliche Bücher auszuleihen. Und dann haben wir natürlich noch unsere Bibel. Die liegt ja auch immer griffbereit! Wir können doch wirklich dankbar sein, dass wir so viele literarische Bildungs­angebote haben. Oder?

Das Angebot ist vielfältig und gut verfügbar. Die erste Herausforderung ist heute, sich auch wirklich Zeit zu nehmen für Gottes Wort. Es wird immer schwierig bleiben, sich einige Minuten darauf zu kon­zentrieren. Die zweite Herausforderung besteht dar­in, sich auch auf das Wort einzulassen. Gott möchte uns in unserem Herzen erreichen und zu einer ethi­schen Reflexion anregen. Die dritte Schwierigkeit ist, sich selbst zu einer Handlungsänderung aufzuraffen, wenn Gottes Geist uns eines Fehlverhaltens über­führt hat. David sprach im Psalmtext auch noch von Prävention, wenn er schreibt, dass Gottes Wort uns vor Fehlver-halten bewahren möchte. Stellen wir uns also mit Gottes Hilfe diesen Herausforderungen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauHOPE ChannelKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe