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Andacht 27.04.2017

27.04.2017 | von Wilfried Meier

misterQM | photocase.de

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Wirf deine Last ab, übergib sie dem Herrn; er selber wird sich um dich kümmern! Niemals lässt er die im Stich, die ihm die Treue halten. Psalm 55,23 (Gute Nachricht Bibel)

Vor ein paar Jahren wollte ich ein Beet umgrenzen und nahm einen zentnerschweren Felsbrocken, den ich zwar nicht heben konnte, aber mühsam an den richtigen Platz rollen musste. Gern hätte ich dabei eine helfende Hand gehabt. Ich schaffte es sehr müh­sam. (Er steht bis heute felsenfest wie ein Denkmal.)

Bei dem oben zitierten Bibeltext denke ich an Atlas, den griechischen Gott, der eine schwere Welt­kugel auf seinen Schultern trug. Ist das nicht ein Gleichnis für unser Leben, in dem wir mit den unter­schiedlichsten Lasten zu tun haben? Wir brechen unter den hohen Belastungen schon einmal zusam­men - wobei die psychischen ebenso schwer sein kön­nen wie die geistigen oder die körperlichen.

Vielleicht fühlst du dich manchmal wie König David, der betete: „Hab Erbarmen, Herr, ich weiß nicht mehr weiter! Meine Augen sind müde vom Wei­nen, ich bin völlig am Ende. Die Sorgen verkürzen mein Leben, der Kummer frisst meine Jahre. Die Ver­zweiflung raubt mir die Kraft, meine Glieder versagen den Dienst.“ (Ps 31,10-11 GNB)

Jeder von uns hat Belastungen zu ertragen: Sorgen um die Kinder, einen Sterbefall in der Familie, nicht definierbare Schmerzen, zerbrochene Beziehungen, irgendwelche Nöte und Probleme. Manchmal halten es unsere „Schultern“ nicht mehr aus, die Belastungen drücken uns zu Boden.

Aber Schreien allein ist nicht genug. Wir müssen auch schauen, wie unser eigenes Bewältigungspoten­zial aussieht, denn wir haben ja Entscheidungsmög­lichkeiten im Umgang mit Belastungen und Proble­men. Das „Gewicht“ auf unseren Schultern kann womöglich abgeworfen werden, wenn wir das prakti­zieren, was Petrus uns geraten hat: „Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“ (1 Ptr 5,7) Selbst unser ewiges Schicksal kann wesentlich davon abhän­gen, wie wir mit dem „Gewicht“ auf den Schultern umgehen.

David drückte seine Erkenntnis so aus: „HERR, ich rufe zu dir täglich; ich breite meine Hände aus zu dir.“ (Ps 88,10) Ich muss die Sorgen und Belastungen also loslassen und auf Gott werfen im Gebet. Ihm ist doch nichts zu schwer! Und nichts kann uns von seiner Lie­be trennen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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