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Andacht 25.05.2017

25.05.2017 | von Heidemarie Klingeberg

kallejipp © photocase.com

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So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! 2. Korinther 5,20

Ein Botschafter wird vom Bundespräsidenten er­nannt. Er ist der persönliche Repräsentant des Staats­oberhauptes und trägt den Ehrentitel Exzellenz. Er leitet die Botschaft der Bundesrepublik im Gastland und soll die Interessen seines Landes überzeugend vertreten. Dabei versucht er, enge und gute Beziehun­gen zu Vertretern von Regierung, Opposition und gesellschaftlichen Organisationen aufzubauen. (Quel­le: Wikipedia) Ein Botschafter genießt Ansehen und Respekt. Er ist zuverlässig und integer, im Umgang taktvoll und zurückhaltend.

Paulus bezeichnet die Nachfolger Christi als Bot­schafter, die ihren Herrn vertreten. Einer der vorbild­lichsten Botschafter der Bibel war der Prophet Daniel. Aufgrund seiner einflussreichen politischen Position am babylonischen und persischen Königshof wurde er oft angefeindet und bekämpft, doch selbst seine Gegner „konnten keinen Grund zur Anklage und kein Vergehen finden; denn er war treu, sodass man keine Schuld und kein Vergehen bei ihm finden konnte“ (Dan 6,5). Integrität - die wichtigste Charaktereigen­schaft eines guten Botschafters!

Als Nachfolger Christi können wir uns nicht aus­suchen, ob wir Botschafter sein wollen oder nicht. Wir können nur gute oder schlechte Botschafter sein, denn wir hinterlassen in jedem Fall eine Wirkung.

Nie werde ich das Erlebnis eines Freundes verges­sen, der in einer riesigen Bundesbe-hörde tätig ist. Mit­tags in der Kantine stand er vor einem knusprigen Schweinebraten. Das Wasser lief ihm im Munde zu­sammen. „Hier kennt dich keiner, da darfst du mal“, dachte er, nahm sich eine Portion, setzte sich und wollte gerade mit Appetit in ein Stück Braten beißen, da tönte es über ihm: „Ach - und ich dachte immer, Adventisten essen kein Schweinefleisch!“ Man kann sich vorstellen, wie ihm der Appetit schlagartig ver­ging.

Ein Beispiel zum Schmunzeln, doch es zeigt: Bot­schaftersein hat etwas mit Überzeugung, Konsequenz und Außenwirkung zu tun - gerade und vielleicht ganz besonders in den Kleinigkeiten des Alltags. Bot­schafter an Christi statt - eine ehrenvolle Aufgabe und eine große Verantwortung!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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