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Andacht 27.06.2017

27.06.2017 | von Marli Weigt

xiklet | photocase.de

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Ich bitte für sie und bitte nicht für die Welt, sondern für die, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein. Johannes 17,9

Dies ist ein Wort von Jesus aus dem ganz besonderen Gebet am Ende seines irdischen Lebens. Es ist berüh­rend, wie er für seine Freunde (Jünger) betete. Er wusste, dass ihm der schwierigste Teil seines Mensch­seins bevorstand: Gefangennahme, Marter, Verurtei­lung und Kreuzigung. Seine Freunde aber hofften dar­auf, dass er ein irdisches Reich aufrichten würde. Jesus wusste, wie sehr enttäuscht, ja verzweifelt sie sein würden, weil sie das ganze Geschehen noch nicht verstehen würden. Er wusste auch, dass sie später ihren Weg mit einem großen Auftrag allein weiter­gehen müssten.

All diese Gedanken bewegten ihn, während er betete. Mit großer Innigkeit legte er seine Freunde seinem himmlischen Vater ans Herz, zum Beispiel mit folgenden Worten: „Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen.“ (Joh 17,11) Und später: „Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen.“ (V. 15) Jesus dachte aber noch weiter: Er bat nicht nur für seine Freunde, sondern auch für die, die durch de­ren Wort an ihn glauben würden (V. 20). So sind auch wir in diese Fürbitte Jesu eingeschlossen.

Er wusste, dass Beten für andere einen tiefen Sinn hat. So konnte er auch später zu Petrus, der ihn ver­leugnet hatte, sagen: „Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ (Lk 22,32) Selbst noch sterbend am Kreuz bat er Gott: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun.“ (Lk 23,34)

Das Vorbild von Jesus ermutigt uns gleichermaßen zur Fürbitte, angefangen bei den Sorgen um unsere Lieben bis hin zu denen, die uns beleidigt oder ver­letzt haben. Viele meiner Gebete bestehen hauptsäch­lich aus Fürbitten für Kinder, Enkelkinder, Verwand­te, Freunde, Menschen in Bedrängnis, Menschen auf dem Weg zu Gott, die Weltsituation und andere An­liegen. Alles, was uns bewegt und beschäftigt, dürfen - ja, sollen - wir zu Gott bringen.

Während ich schreibe, sitzt unsere Enkeltochter im Flugzeug über dem Atlantik. Ich weiß, dass Gott alle Möglichkeiten hat, sie zu begleiten, und darum bitte ich ihn. Wie immer er es auch macht, er ist der allmächtige himmlische Vater, der unsere Gebete genauso ernst nimmt wie die Fürbitte Jesu.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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