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Andacht 18.07.2017

18.07.2017 | von Gerhard Mellert

cdk | photocase.de

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Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht. 1. Johannes 5,12

Es gibt ein Lied, das sagt: „Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel, weil wir so brav sind. Das sieht selbst der Petrus ein. Er sagt: ,Ich lass gern euch rein. Ihr wart auf Erden schon die reinsten Engelein!‘“ Bei vielen Menschen gilt die „Allversöhnungslehre“, die besagt, dass schließlich alle Menschen in den Himmel kommen, und es keine negativen Konsequenzen hat, wenn sie Gott ablehnen.

Jesus sagte etwas ganz anderes, so zum Beispiel, dass der breite Weg zur Verdammnis führt und nur der schmale Weg zum ewigen Leben (Mt 7,13-14). Er sagte von Judas, es wäre besser gewesen, er wäre nie geboren worden (Mt 26,24). Das hätte Jesus nicht gesagt, wenn Judas nach seinem Verrat doch noch das ewige Leben hätte erlangen können. Die Allversöh­nungslehre wiegt die Menschen in der falschen Sicherheit, zum Schluss würden doch alle in den Him­mel kommen. Sie macht damit auch den Auftrag Christi überflüssig, in alle Welt zu gehen und das Evangelium allen Menschen zu predigen.

Wir Menschen beurteilen uns untereinander nach unterschiedlichen Maßstäben: Herkunft, Nationalität, Bildung, Besitz, Ansehen, Popularität, Religions- oder Kirchenzuge-hörigkeit. Diese Bewertungskriterien gibt es bei Gott nicht. Bei ihm gilt der Grundsatz: Es gibt „kein Ansehen der Person“ (Röm 2,11).

Gott ist barmherzig - und gerecht. Von uns aus dürfen und können wir der Barmherzig-keit Gottes keine Grenzen setzen. Die Gnade Gottes ist größer, als wir es uns vorstellen können, aber dennoch nicht größer, als es die Bibel bezeugt.

Der Apostel Johannes schrieb: „Wer den Sohn hat, der hat das Leben.“ (1 Joh 5,12) Ein toller Satz, schlicht und stark wie eine Werbebotschaft. Was verwundert, ist die Formulie-rung: „Wer den Sohn hat“. Eigentlich würden wir doch eher erwarten: „Wer an den Sohn glaubt“. Doch darunter kann man sehr Verschiedenes verstehen. Selbst die Dämonen glauben, schrieb Jako­bus (Jak 2,19). Es geht hier darum, Jesus angenommen zu haben und in seinem Dienst zu stehen. Dann formulierte Johannes einen Nachsatz, der der Allversöh-nungslehre die Grundlage raubt: „Wer den Sohn Gottes nicht [angenommen] hat, der hat das Leben nicht.“ Ich habe ihn angenommen - du auch?

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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