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Andacht 26.07.2017

26.07.2017 | von Jens-Oliver Mohr

zettberlin | photocase.de

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Unser tägliches Brot gib uns heute. Matthäus 6,11

Überall wird gearbeitet, bestellt und geliefert. Alles muss rechtzeitig fertig werden, die bestellte Ware soll pünktlich ankommen. Dafür gibt es ein neues Wort: Just-in-time-Anlie-ferung - was im Prinzip nichts an­deres heißt, als dass Teile oder Waren nicht gelagert, sondern erst dann geliefert werden, wenn sie ge­braucht werden. Das Just-in-time-Prinzip bedeutet eine enorme Kostenersparnis, denn damit entfällt die Lagerhaltung. Sobald eine Produktion anlaufen soll, werden sämtliche Zulieferer darüber informiert und aufgefordert, die entsprechenden Teile anzuliefern. Die Koordinierung erfolgt über eine zentrale Stelle. Was die Planung der Anlieferung betrifft, müssen die Güter genau zum richtigen Zeitpunkt eintreffen, und dabei muss sogar ein Stau auf den deutschen Autobah­nen als Engpass mit eingeplant werden.

Diese Just-in-time-Anlieferung ist in den Produk­tionsbereichen vieler Konzerne und Betriebe schon längst Alltag geworden. Dieses Prinzip beherrscht übrigens auch jeder, der kocht: Wenn das Essen um zwölf Uhr auf dem Tisch stehen soll, dann weiß er genau, wann er die Kartoffeln schälen, den Salat waschen und das Fleisch anbraten sollte.

Auch Gott kennt dieses Prinzip gut, und er handel­te auch danach. Beim Volk Israel in der Wüste zum Beispiel gab es jeden Morgen Manna - immer recht­zeitig, aber nicht auf Vorrat. Und wer sich welches für den nächsten Tag sammelte, dem vergammelte es über Nacht (2 Mo 16,19-21). Auch Elia machte diese Erfahrung in der Dürrezeit: Da kamen jeden Morgen Raben und brachten ihm sein Menü (1 Kön 17,3-6) - jeden Tag „just in time“.

Jesus lehrt uns im Vaterunser: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Heute - nicht gleich für übermor­gen mit!

Auch wir dürfen Gott unsere Anfragen schicken. Er weiß, woran wir gerade bauen und welches Mate­rial wir auf unserer „Baustelle Leben“ dringend benö­tigen. Gott ist unser „Lieferant“ und plant die Liefe­rungen. Er arbeitet nach dem Just-in-time-Prinzip und liefert nicht auf Vorrat, nicht für das Lager, son­dern auf Anfrage. Es geht ihm nicht darum, dass wir uns Vorräte anlegen, sondern darum, dass wir ihn täglich bitten. Jeden Morgen dürfen wir zu ihm kom­men und gewiss sein: Gott liefert zeitnah aus. Bei ihm gibt es keine Engpässe auf Autobahnen. Er wird auch nicht sagen: „Leider ausverkauft! Derzeit nicht liefer­bar.“ Vertrauen wir auch heute auf Gottes Versorgung.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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