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Andacht 28.07.2017

28.07.2017 | von Holger Hentschke

claudiarndt | photocase.de

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Gott hat den Sabbat für den Menschen geschaffen, nicht den Menschen für den Sabbat. Markus 2,27 (Gute Nachricht Bibel)

Ich schaue aus dem Küchenfenster und sehe draußen meine Hängematte zwischen den beiden kräftigen Bäumen baumeln. Wenn ich sie betrachte, wie sie da so hängt, sieht es fast aus wie ein lachender Mund mit hochgezogenen Mundwinkeln. Sie sieht sehr einla­dend aus, und es kommt mir fast vor, als würde sie mich rufen und auffordern: „Komm her, leg dich in mich hinein! Ruhe ein wenig aus vom Stress, von der Betriebsamkeit und der Hektik. Deine Hausarbeit kann warten. Komm und genieße die Ruhe! Die Sonne wird dir ins Gesicht lachen, die Natur wird dich er­freuen, und du wirst neue Kraft bekommen und neu­en Schwung.“

Meine Hängematte lacht mich an, aber ich bin viel zu beschäftigt, um ihrer Einladung folgen zu können. Einkaufen und der Berg Wäsche; der Aufgabenzettel ist viel zu lang, die Zeit wird knapp. Mit einem Seufzer wende ich mich vom Fenster ab und lasse an diesem Tag meine Hängematte und die Ruhepause ungenutzt.

Später am Abend, als ich müde ins Bett falle, fällt mir die Begebenheit vom Nachmittag wieder ein. Ich resümiere, dass es sich gelohnt hätte, mich für die Ruhe zu entscheiden. Als ich rechne, wie viel Zeit ich an dem Nachmittag mit Warten verbracht habe, kom­men einige Minuten zusammen. Da wäre ein Nicker­chen in der Sonne wirklich lohnender gewesen.

Morgen ist Sabbat, und Gott bietet uns Ruhe an - ähnlich wie eine Hängematte an einem beschäftigten Nachmittag. Was könnte ich an solch einem Samstag­vormittag alles erledigen! Alle Geschäfte sind offen ... „STOP“, ruft der Schöpfer durchs Fenster hinein, „ich habe dir einen Tag geschaffen zum Ausruhen, Erho­len, Kräfteauftanken und um Gemeinschaft mit mir und Gleichgesinnten zu pflegen. Willst du diese Ruhe­pause, dieses Geschenk wirklich ungenutzt lassen? Komm, ich halte morgen eine wunderbare Predigt und Mut machende Loblieder für dich im Gottesdienst be­reit, und am Nachmittag den Austausch mit anderen Gläubigen und Freunden. Mach eine Pause, lass alles andere links liegen - dafür hast du sechs andere Tage Zeit. Sei mein Gast und hole dir an meinem Tisch, den ich dir gedeckt habe, was du brauchst. Alles steht be­reit, du brauchst nur zu kommen und zu nehmen.“

Ja, Herr, ich komme!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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