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Andacht 29.07.2017

29.07.2017 | von Heidemarie Klingeberg

Weigand | photocase.de

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Und er nahm das Brot, dankte und brach‘s und gab‘s ihnen und sprach: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis.“ Lukas 22,19

Der Herr bricht das Brot, teilt es aus, und sie essen gemeinsam. Das ist ein vertrautes Bild für die Jünger Jesu. Sie haben jeden Tag miteinander gegessen. Nur bei diesem Abendessen geht es plötzlich um mehr als um das Brot, das man essen kann. Jesus nimmt das Brot als Symbol für sein Opfer, bezeichnet sich selbst als Brot. Und weil Brot zum Überleben so elementar notwendig ist, passt dieses Bild für die lebensrettende Erlösungstat, die Jesus vollbracht hat. Die tiefe Bedeu­tung dieser Symbolik haben die Jünger wahrschein­lich erst nach seiner Auferstehung verstanden.

Vielleicht erinnerten sie sich dann auch an seine Worte: „Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ (Joh 6,35)

Auf der ganzen Welt gilt Brot als Grundnahrungs­mittel. Schon die Ägypter wurden als „Brotesser“ bezeichnet. Zwischen 2860 und 1500 v. Chr. gab es immerhin 30 verschiedene Brotsorten. Und auch die Römer hatten große Brotbacköfen. In Deutschland können wir heute unter mehr als 300 Brotsorten wählen. Der totale Überfluss angesichts weltweiter Hungerkatastrophen. Und doch kann der Überfluss zum Mangel werden.

Wovon lebe ich? Gebe ich mich mit den „Luftbröt­chen“ einer bekannten Fastfood-Kette zufrieden oder besorge ich mir gutes Vollkornbrot? Es gibt Brot, das zwar dick macht, aber nicht wirklich nahrhaft ist.

„Siehe, es kommt die Zeit, spricht Gott der HERR, dass ich einen Hunger ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach Wasser, son­dern nach dem Wort des HERRN, es zu hören.“ (Am 8,11) Wie viele haben alles im Überfluss und leiden doch Hunger? Hunger nicht nur nach Brot, sondern Hunger nach Liebe, nach Zuwendung, nach Wert­schätzung, nach Beziehungen, nach Lebenssinn, nach dem Wort des Herrn!

Seien wir anspruchsvoll, geben wir uns nicht zu­frieden mit leeren Kalorien, suchen wir das Echte, das Vollwertige, das Brot des Lebens! Dann brauchen wir nie mehr zu hungern.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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