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Andacht 30.07.2017

30.07.2017 | von Raimund Kundt

es.war.einmal.. | photocase.de

Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Johannes 4,23

Gelegentlich habe ich bibelkundige Christen gefragt, was Jesus mit der Anbetung „im Geist und in der Wahrheit“ meinte. Es überraschte mich, dass die Befragten oft keine klare Vorstellung hatten.

Jesus öffnete im Gespräch mit der Frau am Jakobs­brunnen einen Spalt breit die Tür zu einer neuen Ära. Mit ihm ist die Zeit gekommen, in der die „wahren Anbeter“ Gottes zu einem tieferen Verständnis ihrer Gottesbeziehung und Anbetung gelangen sollen.

Wenn wir die Begriffe „Geist“ und „Wahrheit“ in­nerhalb des Johannesevangeliums studieren, wird klar, dass Jesus hier vom Heiligen Geist (Joh 3,5-8) sprach und sich selbst als die Wahrheit bezeichnete (Joh 14,6). Bis zum Erscheinen des Messias wussten die Leute nichts von einem Sohn Gottes und nur wenig vom Geist Gottes. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob wir Gott mit dieser Erkenntnis oder ohne sie anbeten.

Jesus lehrte uns, Gott als unseren Vater anzure­den. An Jesus sehen wir, wie der Vater wirklich ist (Joh 14,9). Seit Pfingsten ist der Heilige Geist „ausge­gossen“. Jeder Nachfolger Christi empfängt ihn als Gabe, durch die er befähigt wird, als Kind Gottes zu leben und ihm zu dienen (Apg 2,38).

Es war Gottes Absicht, dass die Menschen nicht bei dem stehenbleiben sollten, was sie kannten. Gott wollte sie durch seinen Sohn Jesus und durch den Hei­ligen Geist in eine innigere Beziehung zu sich führen. Dafür warb Jesus bei jener Begegnung.

Uns steht heutzutage die Offenbarung seiner Herr­lichkeit durch das Zeugnis der Apostel in großer Fülle zur Verfügung. Gott macht aus Menschen, die nicht wissen, was sie anbeten, wahre Anbeter.

Wir stehen vor einem Schatz an Einsichten und Erfahrungen, den wir uns aneignen sollen. Je mehr wir damit vertraut werden, desto größer wird auch unser Verständnis für Gottes Barmherzigkeit, Gnade und Liebe. Jede Entdeckung macht uns dankbarer. Das führt uns dazu, vor Gott nicht nur Bittende zu bleiben, sondern solche Anbeter zu werden, die voller Staunen unseren himmlischen Vater durch Jesus loben und preisen. Dann erkennen wir immer bewuss­ter, dass der Herr Großes an uns getan hat.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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