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Andacht 26.08.2017

26.08.2017 | von Marc-Oliver Schulz

cdk | photocase.de

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Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Matthäus 16,25 (Neue Genfer Übersetzung)

Damit unser Leben nicht gewaltsam vorzeitig endet, versuchen wir, manche das Leben verkürzende Risiken zu vermeiden. Aber was ist wie gefährlich? Um die Gefährlichkeit vergleichbar zu machen, führte der Entscheidungstheoretiker Ronald A. Howard eine Maßeinheit ein, die er Mikromort nennt und die die Verkürzung der Lebenserwartung beschreibt (Sterbe­wahrscheinlichkeit von eins zu einer Million).

Wir können uns 10 Kilometer mit dem Motorrad oder dem Kanu fortbewegen oder 16 Kilometer mit dem Fahrrad, 27 zu Fuß, 370 mit einem Auto oder fast 10.000 mit einem Zug - jedes Mal gehen wir das gleiche Unfallrisiko ein: einen Mikromort. Eineinhalb gerauchte Zigaretten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu sterben, um einen Mikromort genauso wie ein zweitägiger Aufenthalt in einer Stadt mit hoher Luftverschmutzung oder 40 Teelöffel Erdnuss­butter. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe eines Jahres einem Mord zum Opfer zu fallen, liegt in Europa bei vier Mikromort und bei zehn in den USA. Das Risiko, durch Hinfallen zu sterben, beträgt dagegen 100 Mi­kromort.

Für gewöhnlich unterschätzen wir große Risiken und überschätzen kleine. So beträgt das Risiko, vom Blitz erschlagen zu werden 0,02, von einem Hai getö­tet zu werden 0,002 Mikromort. Unser weitaus größ­tes Risiko ist unser (natürlicher) Tod (bis zu vielen tausend Mikromort). Stattdessen sorgen wir uns um winzige Risiken, stecken womöglich Zeit und Geld in unnütze Sicherheitsvorkehrungen und verpassen vielleicht die Chance, unser Leben in das ewige Leben zu verlängern (mit einer kurzen Unterbrechung durch den Todesschlaf).

Jesus macht uns im Andachtstext auf die Alterna­tive dazu aufmerksam, dem diesseitigen Leben zu viel Aufmerksamkeit zu widmen und dabei das ewige Le­ben zu verpassen. Er zeigt auch, dass es notwendig ist, dieses Leben loszulassen (er sprach sogar von verlie­ren), um das ewige Leben zu finden. Entscheidend ist, sein Leben Jesus in die Hand zu geben. So umgehen wir das größte Lebensrisiko. Er gab sein Leben für uns, damit wir ewiges Leben geschenkt bekommen können.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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