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Andacht 28.08.2017

28.08.2017 | von Lothar Wilhelm

heckenschwein | photocase.de

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Seid niemandem etwas schuldig, außer dass ihr euch untereinander liebt. Römer 13,8

Nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland jährlich etwa 150.000 Insol­venzen von Firmen und Privatpersonen. Der weitaus größte Anteil davon entfällt auf private Verbraucher. Sie haben so viele Schulden angehäuft, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen gegenüber den Gläubigern nicht mehr erfüllen können.

Kredite sind ein Motor für die Wirtschaft. Solange sie durch ausreichende Gegenwerte gedeckt sind, ist auch nichts gegen sie einzuwenden. In unserer Kon­sumgesellschaft ist aber die Verführung groß, den vielen Verlockungen und Angeboten zu erliegen. Dann kann man schnell in der Schuldenfalle landen.

Gottes Wort ist noch immer höchst aktuell, wenn es uns davor warnt, leichtfertig Schulden zu machen. Gott möchte uns vor einem Bankrott bewahren. Darum werden wir aufgefordert, finanziell verantwortlich zu handeln, sodass wir eventuell notwendig werdende Zahlungsverpflichtungen auch erfüllen können.

Doch dann fügte der Apostel Paulus seinem wohl­meinenden Rat einen Satz an, der stutzig macht: „… außer dass ihr einander liebt“. Was meinte er da­mit? Die Liebe ist das Zentrum des Evangeliums. „Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1 Joh 4,16) Im Glau­ben an die Liebe Gottes liegt unsere Erlösung. Dass wir uns als Nachfolger Christi untereinander lieben, wie unser Herr uns geliebt hat, ist eine seiner grund­legenden Forderungen (siehe Joh 13,34; 15,12.17).

Paulus nannte die Liebe in einem Atemzug mit der Schuld: „Bleibt niemandem etwas schuldig, abgesehen von der Liebe, die ihr einander immer schuldig seid.“ (NLB) Er sagte damit: Weil Gott uns seine Liebe schenkt, schulden wir sie ihm und einander. Doch weil wir sie empfangen, können wir sie auch weitergeben! Natürlich können wir damit unsere Liebesschuld nie­mals abtragen; all unser Liebesbemühen bleibt unvoll­endet. Zu keinem Zeitpunkt können wir sagen: So, jetzt habe ich genug geliebt. Jetzt kann ich damit auf­hören. Wir werden mit dem Lieben nie fertig. „Die Liebe wird niemals aufhören.“ (1 Kor 13,8 NLB)

Diese Schuld braucht uns aber nicht zu schrecken; denn Gottes Quelle sprudelt unaufhörlich: „Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.“ (1 Joh 4,12)

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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