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Andacht 25.09.2017

25.09.2017 | von Hans Heinz

judigrafie | photocase.de

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Denn viele leben so, dass ich euch oft von ihnen ge­sagt habe ... Sie sind die Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist die Verdammnis, ihr Gott ist der Bauch und ihre Ehre ist in ihrer Schande; sie sind irdisch gesinnt. Philipper 3,18-19

Hyliker (Stoffgebundene, vom griechischen hyle, Materie) nannte man in der Antike Menschen, die nur für die leiblichen Genüsse lebten und Geistig-Geist­liche dieser Lebenshaltung unterordneten. Ähnlich Gesinnte befanden sich sogar in den christlichen Gemeinden: Christen, die wie Heiden lebten, irdisch ausgerichtet, deren „Gott der Bauch“ war und denen offensichtlich Essen und Trinken über alles ging.

Diese Menschen stellten den Kontrast zu den jüdi­schen Legalisten dar. Wollten diese ihre Gerechtigkeit aus dem Selbstgehorsam zum Gesetz und den Regeln der rabbinischen Tradition verdienen, so praktizier­ten jene einen materialistischen Laxismus der Gesetz­losigkeit. Ging es den Legalisten darum, die Gnade zu verdienen, so ging es den Laxisten um die „billige“ Gnade, um die Trennung von Glauben und Leben, weil Gott angeblich immer vergibt. Diese Scheinchristen besaßen in ihrer Fleischlichkeit offensichtlich keine Antenne für die Wahrheiten der höheren Welt. Ihr Lebensideal war das eigene egoistische Wohl-ergehen. Einzig das natürliche Leben zählte für sie; dem über­natürlichen Heilshandeln Gottes im Gekreuzigten standen sie daher feindlich gegenüber. Ihnen fehlte auch jegliches Verständnis für die, welche das Kom­men Christi erhofften und erwarteten.

Der Blick des echten Christen gilt nicht dem Bauch, sondern dem Kreuz und der Wiederkehr Christi (vgl. V. 18.20). Wer sich mehr um das Materielle als um das Geistliche kümmert, bleibt irdisch und verfällt damit der immerwährenden Vergänglichkeit. Wer aber Kreuz und Wiederkunft im Blickfeld hat, erfährt jetzt schon eine beglückende Neuausrich-tung des Lebens und darf auf die neue, ewige Welt Gottes hoffen.

Nach dem Ideal der Hyliker leben heute Millionen in der einst vom Christentum geprägten Welt. Sie hat sich in eine Welt der irdisch Gesinnten und Diesseits­gläubigen verwandelt. Aber nicht nur außerhalb der Gemeinde zeigt sich dieser Geist, er dringt auch - so wie zur Zeit des Apostels - in die Gemeinde ein und verrückt die Prioritäten. Christen brauchen zwar die Güter dieser Welt, missbrauchen sie aber nicht. Ihre Prioritäten sind nicht Stoff und Dinge, sondern das Heil in Christus und die kommende Welt.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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