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Andacht 27.10.2017

27.10.2017 | von Heidemarie Klingeberg

ig3l | photocase.de

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Nathanael sprach zu ihm: „Was kann aus Nazareth Gutes kommen!“ Philippus spricht zu ihm: „Komm und sieh es!“ Johannes 1,46

Philippus war ganz erfüllt von seiner Begegnung: „Wir haben den gefunden, von dem Mose ... und die Pro­pheten geschrieben haben.“ (V. 45) „Wir haben den Messias gefunden, auf den unsere Väter seit Jahrtau­senden gewartet haben!“

In dieser kurzen Begebenheit, die der Apostel Johannes von Philippus und seinem Freund berichtet, steckt so etwas wie der „Musterablauf“ einer Bekeh­rungsgeschichte.

Am Anfang steht meine persönliche Erfahrung. Jesus begegnet mir, er rührt mich an. Ich bin begeis­tert, erfüllt. Ich lade ihn ein, mein Leben zu gestalten. Ich lasse mich taufen.

Dann möchte ich die ganze Welt umarmen und jedem erzählen, dass ich meinen Lebenssinn gefun­den habe. Manchmal gehe ich meiner Familie und meinen Freunden damit nicht wenig auf die Nerven.

„Du schenkst mir nur noch fromme Bücher, bitte verschone mich mit deinen Missions-bemühungen!“

Verständlicherweise reagiert unsere Umwelt oft skeptisch. „Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann aus Nazareth Gutes kommen!“ Eine solche Reaktion führt in den meisten Fällen dazu, dass wir uns ver­pflichtet fühlen, unseren Glauben tapfer zu verteidi­gen. Wie erkläre ich meinem Freund, dass Gott die Welt geschaffen hat? Wie finde ich die besten Argu­mente, um ihm zu beweisen, dass die Bibel Gottes Wort ist? Wie zeige ich ihm, dass er im Irrtum ist? Wie machen wir uns doch manchmal das Leben schwer! Argumente werden uns nicht weiterbringen. Der Glaube ist eine Angelegenheit des Herzens.

„Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh es!“ Nein, wir brauchen Gott nicht zu rechtfertigen, wir brauchen ihn auch nicht zu erklären. „Komm und sieh!“ Menschen buchstäblich hin zu Jesus zu führen - das ist das Geheimnis! Lebe deinen Glauben ganz natürlich, authentisch und selbstverständlich, und lade deine Freunde ein, Jesus zu begegnen.

„Ich habe dich schon gesehen!“ sagt Jesus zu Nathanael (V. 48). Er spricht ihn direkt an, er stellt sofort die persönliche Ebene her. Das bedeutet „Mis­sion“: Menschen hinführen zu Jesus. Das ist alles! Er begegnet ihnen und berührt ihr Herz, so wie er mein Herz berührt hat und mein Leben begleitet.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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