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Andacht 28.10.2017

28.10.2017 | von Harald Weigt

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Die Kinder werden nicht für die Sünden der Eltern bestraft und die Eltern nicht für die Sünden der Kinder. Hesekiel 18,20 (Neues Leben Bibel)

Weil sie es nicht besser wussten oder konnten, haben Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder Fehler gemacht oder etwas versäumt. Manches davon wirkt sich bis heute negativ auf das Leben der Kinder aus. Später erkennen die Eltern ihre Fehler an den Folgen oder weil sie dazugelernt haben, und versuchen, sie wieder­gutzumachen. Aber oft ist es zu spät dafür. Dann machen sich speziell gläubige Eltern Vorwürfe und fürchten um das ewige Schicksal ihrer Kinder.

Doch kein Mensch geht für die Ewigkeit verloren, weil die Eltern Fehler gemacht haben, wie der Prophet Hesekiel als ein Wort Gottes verkündete. Wenn es um das ewige Leben geht, gibt Gott den Kindern neue Erkenntnisse und Einsichten - wie er das auch bei uns tut. Er bringt sie vielleicht mit Menschen zusammen, die ihnen ihren falschen Weg bewusst machen.

Gott genügt der kleinste Ansatz des Vertrauens, um Sünden zu vergeben. Das heißt aber nicht, dass er seine Gnade nicht auch verweigern kann. Wer seine Unversöhnlichkeit mit ins Grab nimmt, das heißt wer bis zu seinem Tod seinen verletzten Stolz, sein Recht oder seinen Hass auf einen Menschen über das Prin­zip der Vergebung stellt, kann keinen gnädigen Gott erwarten. Jesus erklärte dazu: „Wenn ihr den Men­schen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (Mt 6,14-15)

Das kann auch die betreffen, die im Rückblick nicht die eigene Schuld erkennen, sondern nur die der anderen. Zum Beispiel können unzufriedene junge Leute immer wieder ihre Eltern wegen einer bestimm­ten Entscheidung anklagen: „Hättet ihr mir das Stu­dium ermöglicht, wäre ich heute ...“ „Hätte ich damals meinen ersten Freund heiraten dürfen - ihr wart da­gegen -, dann wäre ... “ Wer anderen nicht vergeben kann, findet keinen Frieden.

Gott „will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1 Tim 2,4 EB). Christus ist die Wahrheit (Joh 14,6), das gilt bis heute. Mag jede Erkenntnis relativ und damit nur bedingt wahr sein - dass er der Einzige ist, der mir meine Schuld vergeben und mich retten kann, ist die wich­tigste Wahrheit für mein Leben.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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