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Andacht 31.10.2017

31.10.2017 |

cdk | photocase.de

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Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht: „Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Römer 1,17

Am 17. Juli 1505 klopfte Martin Luther an die Pforte des Erfurter Augustinerklosters und bat um Aufnah­me. Dieser Schritt war eine besondere Weichenstel­lung in seinem Leben wie auch in der Geschichte der Gemeinde Gottes. Es war noch nicht absehbar, was sich aus seinem Klostereintritt ergeben sollte.

Luther war auf der Suche nach dem gnädigen Gott. Obwohl er alle übertragenen Aufgaben gewissenhaft und alle Klosterpflichten bis ins Letzte ausführte, fand er keinen Frieden mit Gott. Jahrelang mühte und quälte er sich mit Fasten, Beten, Wachen und Kas­teiungen, um mit Gott ins Reine zu kommen - doch vergeblich. Eine Äußerung von ihm 1533 lautet wie folgt: „Christum kannte ich nicht mehr denn als einen gestrengen Richter; vor welchem ich entfliehen wollte und doch nicht entfliehen konnte.“ (Sämtliche Werke, Bd. 31, S. 279) Luther vertiefte sich in das Studium der Bibel. Tagelang, oft unter Verzicht auf Speise und Trank, durchforschte er sie. Und Gott schenkte ihm den Schlüssel zu einem neuen Verständnis der Erlö­sung.

Das Andachtswort aus Römer 1,17 öffnete ihm eine neue Einsicht. Das war Evangelium, befreiende Botschaft. Vor Gott zählt nicht die Leistung, zählen nicht die Werke, um das Heil zu erlangen, sondern der Glaube, dass Gott in Christus auf Golgatha alles für unsere Errettung getan hat. Als Luther das begriff, fühlte er sich wie neugeboren. Mit dieser Erkenntnis wurde letztlich das Tor zur Reformation aufgestoßen. Diese Wahrheit der Bibel war für ihn das A und O; daran hing alles. Durch diese Einsicht gewann er für sein Leben und damit auch für seine Aufgabe als Reformator immer wieder Kraft und Zuversicht.

Luther stellte das verschüttete Evangelium von der Gnade Gottes auf den Leuchter. Diese leuchtende Fackel konnte nicht mehr ausgelöscht werden. Wir verdanken Luther sehr viel - nicht nur das Evange­lium der Gnade Gottes, sondern auch die Bibel in unserer Sprache. Ich schließe mit einem Lutherwort: „Die Sünde hat nur zwei Orte, wo sie ist. Entweder ist sie bei dir; dass sie dir auf dem Hals hegt, oder sie liegt auf Christus, dem Lamm Gottes. Wenn sie nun dir auf dem Rücken hegt, so bist du verloren; wenn sie aber auf Christus ruht, so bist du frei und wirst selig.“

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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