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Andacht 05.11.2017

05.11.2017 | von Lothar Wilhelm

ig3l | photocase.de

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Dass Jesus Christus am Kreuz für uns starb, muss freilich all denen, die verloren gehen, unsinnig erscheinen. Wir aber, die gerettet werden, erfahren gerade durch diese Botschaft vom Kreuz die gan­ze Macht Gottes. Denn Gott spricht in der Heiligen Schrift: „Bei mir zählt nicht die Weisheit der Welt, nicht die Klugheit der Klugen.“ 1. Korinther 1,18-19 (Hoffnung für alle)

„Wenn einmal herauskommen wird, wer der größte Theologe des Jahrhunderts gewesen ist, dann wird vielleicht irgendein kleines Männlein oder Weiblein, das in Stille irgendwo Bibelstunden gehalten hat, im Lichte stehen und wird tatsächlich der größte Theolo­ge dieses Jahrhunderts gewesen sein.“ Das sagte Karl Barth 1966, als er anlässlich seines 80. Geburtstags als der größte Theologe des Jahrhunderts gepriesen wurde. Seine Worte bringen das Verhältnis von Theo­logie und Evangelium auf den Punkt.

Ich bin großen Theologen wie Karl Barth durchaus dankbar. Sie haben mein Denken geschärft und mein Verständnis der Bibel vertieft. Zu ihnen zählt vor allem der Apostel Paulus. Von allen Nachfolgern Christi, die uns im Neuen Testament das Evangelium erklären, war er gewiss der scharfsinnigste Denker. Aber was war ihm wichtig? War es seine brillante Schriftkenntnis oder seine große Klugheit? Die zitier­te Aussage aus seinem Korintherbrief zeigt uns etwas anderes.

Niemand wird durch seine Erkenntnis oder Klug­heit erlöst. Nicht die Vernunft, mit der wir die rechte Lehre auslegen, nicht die geschliffene Formulierung, mit der wir die Wahrheit zu beweisen versuchen, ver­mag Menschen den Weg zum ewigen Leben zu öffnen. Das geschieht allein durch Vertrauen. Nur wo Gott vertraut wird, gibt es Erlösung. Nur wo Gottes Liebe angenommen wird, erhält das Leben den bleibenden Grund, der im täglichen Leben Halt und Hoffnung gibt und über den Tod hinaus ins ewige Leben reicht.

Vertrauen braucht aber Vertrauenswürdigkeit. Wo Menschen bezeugen, wie sehr sie Gott vertrauen, wird neues Gottvertrauen geweckt. Das sind diejenigen, von denen Karl Barth sprach. Ihre „Bibelstunden“ sind wirksam. Dazu bedarf es keiner gelehrten Worte. Nichts ist so überzeugend wie echte Überzeugung.

Gott ist für uns! Er hat uns seine Liebe damit bewiesen, dass Jesus am Kreuz für unsere Schuld starb. Darauf können wir vertrauen und als geliebte Kinder Gottes leben. Das ist wirkungsvoller als alle Klugheit der Welt.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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