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Andacht 08.11.2017

08.11.2017 | von Elí Diez-Prida

AllzweckJack | photocase.de

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Der Herr hat zu mir gesagt: „Du brauchst nicht mehr als meine Gnade. Je schwächer du bist, desto stär­ker erweist sich an dir meine Kraft.“ Jetzt trage ich meine Schwäche gern, ja, ich bin stolz darauf, weil dann Christus seine Kraft an mir erweisen kann. Darum freue ich mich über meine Schwächen ... Denn gerade wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. 2. Korinther 12,9-10 (Gute Nachricht Bibel)

„Bloß keine Schwäche zeigen!“ Diese „Losung“ scheint immer noch weit verbreitet zu sein, und zwar nicht nur unter Menschen im Rampenlicht oder in Füh­rungspositionen. Gruppendruck und Erwartungshal­tung machen es einem schier unmöglich einzugeste­hen, wie es einem wirklich geht oder was einem fehlt. Erfolgreich ist nur, wer immer funktioniert. Wer Schwäche zeigt, fällt unten durch, weil nicht belast­bar.

Wie anders und wie befreiend ist das, was der große Apostel Paulus von sich preisgab! Anscheinend hatte er Probleme damit, eine chronische und zermür­bende Beeinträchtigung (Malaria? Epilepsie? Eine Au­genkrankheit?) zu akzeptieren. Dreimal bat er Gott darum, ihn davon zu befreien. Und dreimal erhielt er die gleiche Antwort: „Du brauchst nicht mehr als mei­ne Gnade. Je schwächer du bist, desto stärker erweist sich an dir meine Kraft.“

Nach dem anfänglichen Widerstand fiel es ihm umso leichter, sich nicht nur zu seiner Schwachheit zu bekennen, sondern sogar die Vorteile darin zu erken­nen: Er würde sich noch mehr auf Gott statt auf seine eigene Energie, Anstrengung oder Belastbarkeit ver­lassen. Und: Die Stärke Gottes würde nun umso deut­licher zum Vorschein kommen - zur Ermutigung derer, die sich ebenfalls ihrer Grenzen bewusst waren.

In seiner aufschlussreichen Autobiografie Herbst­blond schreibt Thomas Gottschalk über seine Erfah­rungen nach dem Verlassen von „Wetten, dass..?“: „Bis zu diesem Zeitpunkt war ich mit einem gesegneten Selbstvertrauen durchs Leben gegangen, und wenn ich damit mal am Ende war, hatte automatisch das Gottvertrauen eingesetzt. Diese Festung habe ich lange verteidigt, und sie schien mir allen Stürmen gewachsen. Und doch muss ich heute mit einiger Be­trübnis feststellen, dass sie zwar nicht in Trümmern liegt, wohl aber bedenklich wackelt.“

Ich wünsche ihm, mir und jedem Leser dieser An­dacht, dass wir die befreiende Erfahrung des Paulus selbst machen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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