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Andacht 09.11.2017

09.11.2017 | von Wilfried Krause

raichinger | photocase.de

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Amen, ja, komm, Herr Jesus! Offenbarung 22,20

Solange ich denken kann, weiß ich von der Wieder­kunft Christi. Als Kind war es meine Großmutter, die nicht müde wurde, vom baldigen Kommen des Herrn zu sprechen. Ich war traurig, dass es dann keine Fuß­ballspiele mehr geben würde. Im Jugendalter redete bei uns vor allen Dingen ein junger Prediger davon, und ich hatte schon Angst, nicht mehr heiraten zu können und keine eigenen Kinder zu haben. Nach meiner Pastorenausbildung habe ich immer und immer wieder selbst öffentlich darüber gesprochen, dass die Wiederkunft Christi nahe bevorstehe. Ich tat es aus Überzeugung. So ab 1995 kursierten in unserer Kirche unter der Hand allerlei Veröffentlichungen, die auf das Jahr 2000 abzielten. Inzwischen bin ich alt geworden und gestalte meinen Ruhestand.

Wie halte ich es im Augenblick mit dem Thema? Natürlich rechne ich nach wie vor mit dem Kommen von Jesus, aber ich habe aufgehört, von „bald“ zu spre­chen. Wenn junge Menschen, und nicht nur junge, „bald“ hören, gehen sie davon aus, dass das Ereignis in den nächsten Jahren passiert. Dennoch denke ich, in einer Erwartung des Kommens Christi zu leben, wie ich sie vor 20 Jahren noch nicht kannte. Ich habe für mich die letzte Bitte der Bibel entdeckt, die da heißt: „Amen, ja, komm, Herr Jesus!“ Wie kam es dazu?

Diese Andacht schreibe ich Ende Dezember 2014. Es war ein Jahr grausamer Kriege mit schlimmen Folgen. Unzählige Flüchtlinge irren durch die Welt in der Hoffnung, irgendwo eine Bleibe zu finden. Etliche von ihnen kenne ich inzwischen, weil sie in unserer Stadt angekommen sind. Ihr Schicksal berührt mich, aber ich kann nicht wirklich helfen. Ein weiteres Stich­wort heißt „Erderwärmung“. Ich habe es aufgegeben, damit zu rechnen, dass man sie in den Griff bekommt. Und ich ahne nun, welche Möglichkeiten das Internet bietet, Ereignisse anzustoßen.

Die Bibel endet nicht zufällig mit der zitierten Bitte. Gott wusste um die sich zuspitzenden Entwick­lungen am Ende der Weltzeit. Die Wiederkunft Christi ist die einzige Alternative zu der fortschreitenden Entfaltung des Bösen. Alles andere, was Menschen dagegen tun können, ist bestenfalls, den Schaden zu begrenzen.

In vielen Teilen der Welt bitten verfolgte Christen schon lange unseren Herrn, bald wiederzukommen. Ihre Sehnsucht ist riesig, in Gottes neuer, heiler Welt leben zu dürfen. Sollten wir es nicht auch tun?

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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