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Andacht 10.11.2017

10.11.2017 | von Holger Hentschke

bit.it | photocase.de

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Aber Jesus sagte zu ihnen: „Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen?“ Dann stand er auf und wies den Wind und die Wellen in ihre Schranken. Da trat eine große Stille ein. Matthäus 8,26 (Neue Genfer Übersetzung)

Ich liege in meinem Bett und starre zur Zimmerdecke. Es herrscht große Dunkelheit - nicht nur im Zimmer, sondern auch in meinem Leben und in meinen Gedan­ken. Ich mache mir Sorgen. Mein Lebensschiff wird von den Stürmen des Alltags hin und her geworfen und droht zu kentern. In meiner Angst und Verzweif­lung schreie ich zu Gott: „Herr, siehst du es nicht: Ich gehe unter!“ Ich kann zwar schwimmen, aber die Strö­mung könnte mich mitreißen. Ich bete die halbe Nacht lang, und viele Gedanken purzeln wie Strandgut in meinem Kopf hin und her. Es geht auf und ab, und mein Kopf wälzt sich wie der Wellen-schlag ebenfalls hin und her auf dem Kissen. Wie geht es weiter?, bläst der Sturm der Panik in meinen Ohren. Ich schließe die Augen und falte die Hände. Ich höre mich beten: „Herr ich kann nicht mehr! Ich bin mit meiner Weisheit und Kraft am Ende. Kein Ausweg, jetzt musst du helfen.“

Tränen fließen, und plötzlich werde ich ganz ruhig, still wie ein gerade gestilltes Baby. Die Probleme sind noch da, ich bin immer noch in meinem Elend unter­wegs, aber nicht mehr allein. Natürlich war er die gan­ze Zeit dabei, aber ich habe ihn vor lauter Hektik und Sorgen nicht bemerkt. Oder wollte ich ihm und mir beweisen, dass ich es allein schaffe?

Ich finde mich in der Begebenheit mit den Jüngern im Sturm auf dem See Genezareth wieder. Die Jünger strengten sich an und werkelten an der vermeint­lichen Rettung. Jesus fühlte und wusste sich geborgen und schlief mitten im Chaos. Die Jünger schrien ihn in ihrer Verzweiflung an: „Herr, hilf, wir kommen um!“ (Mt 8,25)

Da bin ich wieder und schreie ihn an: „Herr, hilf mir!“ Und was macht Jesus? Er sieht mich mit seinen liebevollen Augen an und sagt: „Holger, warum ver­traust du mir nicht? Ich habe alles im Griff. Lass mich nur machen.“ Und dann? „Da trat eine große Stille ein“ - so steht es in Matthäus 8,26 (NGÜ). Das ist bei mir auch passiert. Die Wogen wurden glatter, der Sturm hörte auf. Ich kam zur Ruhe und stellte fest: Jesus kann auch meinen Sturm stillen. Und deinen sicher auch. Probiere es aus. Ich werde beim nächsten Sturm gleich Jesus ranlassen. Ich habe dann den Rest der Nacht ruhig geschlafen, denn es herrschte eine große Stille.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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