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Andacht 03.01.2018

03.01.2018 | von Nicole Günther

lama-photography | photocase.de

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Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist. Wohl dem, der auf ihn trauet! Psalm 34,9

Als ich neulich kochte, fiel mir bei all den wunderba­ren Gerüchen plötzlich dieser Text ein. Irgendwie passte er ja auch thematisch, aber genau in diesem Zusammenhang fiel mir auf, wie wenig ich diesen Text verstehe, denn wie soll man denn bitte Gott schme­cken können? Schmeckt er süß, sauer, bitter oder schmeckt Gott vielleicht herzhaft? Hier lesen wir, dass Gott freundlich schmeckt. Was das für eine Ge­schmacksrichtung ist? Die Bibel fordert uns manches Mal doch ganz schön heraus.

Schmecken können wir dank unserer Geschmacks­sinneszellen. Bis zu 100 davon stecken in wiederum etwa 10.000 Geschmacksknospen. Die Sinneszellen wachsen zwar ein Leben lang nach. Dennoch verküm­mert unser Geschmackssinn im Laufe der Jahre. Im Alter haben wir etwa ein Drittel der Geschmacksknos­pen eingebüßt.

Ich erinnerte mich daran, dass ich vor einigen Jah­ren einmal einen Kindergottesdienst mit dem Thema „Unsere Nahrungsmittel“ durchführte. In diesem Zusammenhang bereitete ich ein Spiel vor, bei wel­chem die Kinder mit verbundenen Augen unterschied­liche Lebensmittel wie verschiedenste Obst- und Ge­müsesorten, Nüsse, Brot und Honig schmecken und erraten mussten, um welches Nahrungsmittel es sich dabei handelte. Manches war erstaunlicherweise gar nicht so leicht wie gedacht zu erraten. Die Überra­schung war groß, als die Kinder schließlich sehen konnten, was sie gerade probiert hatten. Das Ziel die­ser Aktion war, ihnen zu verdeutlichen, welche genia­len Speisen Gott uns schenkt, wie großartig er uns versorgt und wie fantastisch die Dinge schmecken.

Während ich weiter vor mich hin kochte, kam mir der Gedanke, ob nicht vielleicht genau diese Aussage im heutigen Bibeltext steckt: Wenn wir schmecken und (hin)sehen, also beides miteinander verbinden, können wir jederzeit erkennen, wie freundlich Gott zu uns ist. Schmecken ist ein hochkomplexer Prozess, und fast jeder Mensch besitzt einen anderen Ge­schmack. Das liegt an unseren unterschiedlichen Genen. Aber wir alle tragen das Gen in uns, Gottes Freundlichkeit zu schmecken und zu erkennen, wie gütig und großartig Gott ist, der uns mit so vielen Dingen, Genüssen und Gaben immer wieder überreich beschenkt.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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