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Andacht 03.02.2018

03.02.2018 | von Jessica Schultka

misterQM | photocase.de

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Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Wer­ke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 2. Mose 20,8-10

„Frau Schultka, so langsam glaube ich, dass Sie zu viel Stress in Ihrem Leben haben. Sie sollten sich darüber Gedanken machen, wie Sie Ihr Leben etwas ruhiger gestalten können. Ich werde Sie krankschreiben, da­mit Sie sich auskurieren können“, sagte mir mein Arzt.

Äußerlich zeigte ich mich zerknirscht, aber inner­lich keimte ein bisschen Stolz in mir auf. Endlich habe ich es geschafft, bin auf dem fortgeschrittenen Level des Pastorinnenlebens angekommen. Ich antwortete ihm: „Das geht leider nicht. Wer würde denn sonst meine Arbeit machen?“ Dabei unterschätzte ich aller­dings den Arzt, der treffend antwortete: „Das geht schon, Sie wollen es nur nicht.“ Wenig später und noch immer ein bisschen stolz (jetzt merkte auch schon mein Arzt, wie wichtig ich bin), kam ich ins Grübeln. Ob ich Gott auf diese Weise wirklich diene?

Als Gott die Welt erschuf, wusste er ja, mit wem er es zu tun haben würde: mit uns Menschen. Er weiß auch, dass wir uns manchmal etwas zu wichtig neh­men in unserer Arbeit. Deswegen zeigte er uns, wie es geht, sodass wir von ihm lernen können. Er ruhte nach sechs Tagen der Schöpfungsarbeit aus. Damit wir es auch wirklich verstehen, gab er uns das Sabbat­gebot, das uns etwas von einem „Genug“ im Leben vermitteln möchte. Gott sagt uns damit: „Du bist auch ohne Arbeit wichtig. Echtes Leben gestaltet sich in Beziehung und Gemeinschaft. Das braucht eben Zeit.“

Der Sabbat ist ein reservierter Tag, an dem uns nicht die üblichen Belange beschäftigen sollen. Viel­mehr ist es eine Zeit, in der wir ganz Mensch sein kön­nen, ohne das ständige, störende Arbeitsgetöse um uns herum. Wir dürfen erkennen, dass unser Wert nicht von unserer Leistung abhängt. Auch ohne Be­schäftigung sind wir für Gott wichtig.

Ich stelle fest: Wenn ich zur Ruhe gekommen bin, gelingen mir Sachen besser. Ich höre auf Gottes Stim­me, kann besonnener reagieren, habe Kraft und Zeit für die wirklich wichtigen Aufgaben. Und wenn ich das tatsächlich umsetze, wird auch noch mein Arzt begeistert sein!

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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