thematisches Seitenbild

Andacht 06.02.2018

06.02.2018 | von Roland E. Fischer

kallejipp © photocase.com

kallejipp © photocase.com

Deshalb sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um das, was ihr an Essen und Trinken zum Leben und an Kleidung für euren Körper braucht. Matthäus 6,25 (Neue Genfer Übersetzung)

Dieses Wort von Jesus aus der Bergpredigt ist eine tröstliche und Mut machende Einladung, aber viel­leicht auch eine große Herausforderung. Viermal wer­den wir in diesem Abschnitt (V. 25-34) direkt oder indirekt dazu aufgefordert, uns keine Sorgen zu ma­chen. Warum sagt Jesus so etwas? Kann uns das heute auch noch ein guter Rat sein? Vier Gründe gibt es dafür:

Zum einen ist unsere Vorsorgemöglichkeit be­grenzt. Ein jeder Tag hat „seine eigene Last“ (V. 34), Tagelöhner konnten damals nur für das Heute sorgen. Auch wir können nur so weit Vorsorgen, wie unsere Perspektive reicht und wir Einfluss nehmen können.

Zweitens ist Sorgen sowieso sinnlos, weil wir da­durch nichts verändern oder gar verbessern können. Das Leben wird dadurch nicht eine Stunde länger (siehe V. 27)! An dieser Stelle wird der Unterschied zwischen einem klugen Vorsorgen und einem törich­ten Zersorgen deutlich: Durch Vorsorge kann man Dinge positiv beeinflussen, durch Sorgen macht man sich nur selbst kaputt. So könnten wir sagen: „Ich freue mich über das schlechte Wetter, denn wenn ich mich nicht freue, ist auch schlechtes Wetter.“

Drittens weist Jesus darauf hin, dass das Leben mehr ist als Nahrung und Kleidung (siehe V. 25). Das Lebensnotwendige sichert das Überleben. Was aber geht darüber hinaus? Der Hinweis auf die Vögel und Blumen macht es deutlich: die Schönheit, das Spiel, der Genuss - Lebensqualität! Diese wird nicht nur von den Dingen des täglichen Lebens bestimmt. Interes­santerweise ist die Lebenszufriedenheit in den ärme­ren Ländern am höchsten. Jesus zeigt: Das Leben hat eine geistliche Dimension - das Reich Gottes. Die Beziehung zu Gott und seine Herrschaft in unserem Leben wirken sich auf unsere Sicht vom Leben aus.

Deshalb ist der vierte Grund auch der wichtigste: Macht euch keine Sorgen, denn Gott sorgt für euch (siehe V. 26.30-32)! Jesus will nicht über die Berechti­gung von Sorgen diskutieren, sondern das Gottver­trauen stärken. Er sagt uns: „Gott kennt euch, er weiß, was ihr braucht, er kümmert sich um euch. Ihr seid seine Kinder, er ist doch euer himmlischer Vater.“ Er ist ein fürsorglicher Vater - daran können uns sogar die Vögel und Blumen erinnern.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

© Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

ADRAAdventverlagAdvent-Wohlfahrtswerk Bundesstelle (AWW)Theologische Hochschule FriedensauHOPE ChannelKrankenhaus WaldfriedeMedienzentrum Stimme der HoffnungDeutscher Verein für Gesundheitspflege (DVG)Schulzentrum Marienhöhe