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Andacht 08.02.2018

08.02.2018 | von Hans Heinz

Macavity | photocase.de

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Hab keine Angst, ... ich selbst beschütze dich. 1. Mose 15,1 (Hoffnung für alle)

Der Wiener Chirurg Raimund Jakesz ist der Überzeu­gung, dass in der Bibel sogenannte heilsame Codes zu finden seien - Aussagen und Begebenheiten, die eine heilende Kraft entwickeln können.

Als Schlüsselwort bezeichnet er die Zusage: „Fürch­te dich nicht!“, oder: „Hab keine Angst!“ Dieser Ermu­tigungsappell taucht überall in der Heiligen Schrift auf. Er findet sich in der Patriarchenzeit (1 Mo 15,1) und reicht bis in die Epoche der ersten Christen (Offb 1,17).

Was oft als Zusage für äußere Bedrängnisse gilt, bezieht der Arzt auch auf die Heilkunst. Angst, die mit jeder schwerwiegenden Diagnose verbunden ist, schwäche den Patienten und verhindere den Heilungs­prozess. Ein ermutigendes Wort dagegen, wie „Hab keine Angst“, wecke Hoffnung und Zuversicht, die den Heilungsvorgang unterstützt.

Die Ansicht, dass religiöse Verheißungen eine posi­tive medizinische Wirkung hätten, wird von aktuellen Studien gestützt. Von 212 Untersuchungen, die über den Einfluss religiöser Faktoren auf die Gesamtsitua­tion eines Kranken angestellt wurden, hätten 160 der Religion eine günstige Wirkung zugeschrieben (Salz­burger Nachrichten, 28.04.2015, S.9).

Verkrampfter Legalismus oder weltfremde Mystik seien eher schädlich. Hilfreich jedoch seien kindliches Gottvertrauen, Gebet, Bibellesen und Geborgenheit in einer Gemeinschaft. Als Beispiel nennt der Arzt die Heilungswunder des Neuen Testaments. Die Ärzte der damaligen Zeit konnten nicht helfen und die Men­schen setzten ihre letzte Hoffnung auf den Mann aus Nazareth, von dessen Taten sie gehört haben muss­ten. Im Vertrauen auf seine Heilkraft suchten sie sei­ne Berührung.

Die moderne Medizin weiß um den engen Zusam­menhang von Körper und Seele. Das biblische Ganz­heitsdenken setzt sich mehr und mehr durch. Das Menschenbild der Bibel umfasst aber überdies die Dimension des Glaubens. Wer mit Gott rechnet und ihm vertrauensvoll sein Herz öffnet, dem stehen Wege des Halts, der Hilfe und der Hoffnung offen. So kann religiöses Heil zu seelischer und leiblicher Heilung beitragen: „Dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden“ (Mk 5,34).

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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