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Andacht 09.02.2018

09.02.2018 | von Gerhard Zahalka

Gräfin. | photocase.de

Gräfin. | photocase.de

„Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit.“ Epheser 5,16 (Neue Genfer Übersetzung)

Ein Bauer sagte seiner Frau, dass er jetzt zum Pflügen aufs Feld fahre. Als er beginnen wollte seinen Traktor zu ölen, stellte er fest, dass die Ölkanne leer war. Flink machte er sich auf den Weg ins Dorf, um Öl zu besor­gen. Als er am Schweinestall vorbeikam, fiel ihm ein, dass die Tiere nicht gefüttert waren. Er ging zum Getreidespeicher, wo er einige Säcke vorfand. Das er­innerte ihn daran, dass die Kartoffeln keimten. Auf dem Weg in den Kartoffelkeller kam er am Holzstoß vorbei und er besann sich drauf, dass seine Frau ihn gebeten hatte, ihr doch Holz zu bringen. Als er einige Scheite auflas, lief eine kranke Henne vorüber. Er ließ das Holz fallen, packte die Henne, aber die flatterte so heftig, dass sie ihn am Auge verletzte. Er ließ die Hen­ne fahren und ging zur Viehtränke, um mit etwas Wasser das brennende Auge zu kühlen. Als der Abend kam, war der Acker immer noch nicht gepflügt.

Ist es dir auch schon einmal so oder ähnlich ergan­gen? Ich kann ein Lied davon singen! In den ersten Wochen meines Dienstes als Pastor beschlich mich am Abend oft das Gefühl, nichts geschafft zu haben, ob­wohl ich den ganzen Tag beschäftig gewesen war. Ich war dermaßen unzufrieden, dass ich im Leitungsbüro meiner Freikirche anrief und um ein Gespräch bat.

Als einer meiner Vorgesetzen kam, eröffnete ich ihm, dass Jesaja 49,4 genau zu mir passe: „Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und verzehrte meine Kraft umsonst und unnütz.“ Er tröstete mich, wir führten ein langes Gespräch und seitdem bin ich ein überzeugter Verfechter von Zeitgestaltung und einer privaten „Planwirtschaft“.

Jesus empfiehlt uns sorgfältiges Planen (siehe Lk 14,28) und auch das Zentralthema der Bibel, unsere Erlösung, offenbart einen göttlichen Plan.

Damit das scheinbar Dringende das wirklich Wichtige nicht verdrängt, müssen wir überlegen und planen.

Was planst du heute zuerst zu tun? Den Tag mit einer Andacht zu beginnen, ist der beste Einstieg. „Mit dem Herrn fang alles an! Die sich ihn zum Führer wählen, können nie das Ziel verfehlen; sie nur gehn auf sichrer Bahn. Mit dem Herrn fang alles an!“ (ghs 428, Str. 2)

Den Traktor kannst du auch noch später ölen.

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung

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