Andachten

Andacht

Andacht 23.04.2018

23. April 2018 | Thomas Lobitz

Andacht 23.04.2018

Ihr dagegen werdet im Geist und im Denken erneuert, da ihr ja den neuen Menschen angezogen habt, den Gott nach seinem Bild erschuf und der von wirk¬licher Gerechtigkeit und Heiligkeit bestimmt ist.

Am 18. März 2016 erschütterte die Nachricht vom Tod des ehemaligen Außenministers und FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle die Republik. Er wurde nur 54 Jahre alt. Viele Menschen - auch Kritiker - reagier­ten mit Trauer und Anteilnahme. Das mochte daran liegen, dass er sich zuletzt spürbar verändert hatte. Aus einem marktschreierischen Politiker wurde ein nachdenklicher und sensibler Mensch. Grund dafür war seine Leukämie, durch die er offenbar eine andere Sicht auf die Welt bekam. In Talkshows trat er ent­spannt auf und sprach von der Schönheit der Natur, vom Zusammenhalt seiner Familie oder von der Schicksalsgemeinschaft der Krebspatienten.

Zwischen der Behandlung der Leukämie und der geistlichen Erneuerung eines Menschen gibt es frap­pierende Parallelen. Bei Leukämie wird durch eine Knochenmark-transplantation ein neues Immunsys­tem eingeführt. Das Leben wird einem so aufs Neue geschenkt. Aber es gibt unangenehme Abstoßungs­reaktionen und Nebenwirkungen, die zuweilen lebenslang bekämpft werden müssen. Die Patienten genesen, werden aber nie ganz geheilt. Auch das Den­ken ändert sich (so wie bei Westerwelle): Der Charak­ter bleibt, aber Prioritäten werden neu geordnet.

Bei der geistlichen Erneuerung ist es ähnlich. Wir sind alle von „Leukämie“ (Sünde) befallen. Deshalb nehmen wir das Angebot des „Arztes“ Jesus an, uns ein neues Denken einzupflanzen (Bekehrung). Wie bei der Leukämiebehandlung zeigt sich ein neues Inneres auch nach außen: Wir nähern uns der Gesin­nung und Wesensart Christi an. Gleichwohl gibt es Abstoßungsreaktionen (das alte Denken meldet sich zurück) und keine vollständige Heilung (Vollkom­menheit).

„Der Krebs macht alle gleich“, sagte Guido Wester­welle einmal. So ist es auch bei geistlichen Menschen: Sie wissen, dass sie nur dank der Medizin Christi überleben. So werden sie nachsichtig und barmherzig mit ihren „Schicksalsgenossen“ umgehen, wenn diese einen Rückfall erleiden. Sie wissen: Ihre endgültige Heilung wird der große Arzt Christus erst bei seiner nächsten Visite (Wiederkunft) vollbringen.

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