Andachten

Andacht

Andacht 25.04.2018

25. April 2018 | Josef Butscher

Andacht 25.04.2018

Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.

Es gibt keine Sünde, die Gott nicht vergeben würde. Das ist eine tröstliche Botschaft. Wenn ich jemanden beleidige, kann ich mich entschuldigen, und es wird danach wahrscheinlich kaum mehr ein Gedanke dar­an verschwendet. Wenn ich jemandem Geld gestohlen habe und ihm den Betrag zurückgebe, kann ich in der Regel auch wieder zuversichtlich weiterleben. Aber wie verhält es sich, wenn ich Schaden verursache, der nicht wiedergutgemacht werden kann?

Vor Jahren klingelte das Telefon und ein Mann fragte mich, ob ich bereit sei, ihm 30 DM zu leihen. Er war mit einem Freund zu einem Vorstellungsgespräch in die Stadt gekommen und wollte mit ihm auch wie­der nach Hause fahren. Doch die beiden verfehlten sich und er selbst hatte kein Geld für eine Fahrkarte. Ich gab dem Mann die 30 DM und er zahlte sie mir auch zurück. Allerdings fragte ich ihn, weshalb er sich ausgerechnet an mich gewandt habe. Er erzählte mir, er habe sich scheiden lassen; seine Ex-Frau habe wie­der geheiratet und sei inzwischen Adventistin gewor­den. Als er mir davon berichtete, weinte er bitterlich und sagte: „Ich bin so dumm gewesen. Was gäbe ich dafür, wenn ich die Scheidung rückgängig machen könnte!“ An seiner einst getroffenen Entscheidung konnte er nichts mehr ändern. Das erschütterte mich. Was blieb zu tun? Ich habe ihm im Namen Gottes die Vergebung zugesprochen.

Dieses Beispiel zeigt, dass es aufgrund der Folgen der Sünde manchmal schwer sein kann, Frieden zu finden. In der Bibel sind auch solche Vorkommnisse geschildert. Der Betrug Jakobs an seinem Bruder machte ihm jahrelang seelisch zu schaffen. Nachdem Petrus seinen Herrn verleugnet hatte, fiel er in abgrundtiefe Trauer. Und Paulus nannte sich den „geringsten“ unter den Brüdern, weil er die Gemeinde verfolgt hatte.

Es ist wahr, dass wir keinen Katalog von kleinen oder großen Sünden aufstellen sollen, aber die Folgen einer Sünde sind sehr unterschiedlich. Da hilft nur eins: sich ganz und gar auf das reinigende Blut von Jesus zu berufen, wie es im Andachtstext heißt. Den­ke daran, wenn es dich selbst betrifft; und wenn es sich um einen anderen handelt: Tröste ihn und sei besonders liebevoll zu ihm!

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